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Sondersitzung über Optionen in der Primarstufe

Schulausschuss tagt hinter verschlossenen Türen

Senden

Der Schulausschuss kommt am heutigen Mittwoch zu einer Sondersitzung zusammen. Es geht um die Fortentwicklung der Grundschullandschaft in Senden. Dafür, dass die Mandatsträger hinter verschlossenen Türen tagen, werden mehrere Gründe angeführt.

Eine weitere Erweiterung der Marienschule gehört zu den möglichen Optionen für die Entwicklung der Grundschullandschaft in Senden. Foto: di

Es geht um den Schulstandort Senden, über dessen Entwicklung die Volksvertreter aber hinter verschlossenen Türen tagen. Warum – diese Frage versuchte die WN-Lokalredaktion zu klären, die im Sinne der betroffenen Eltern auf Transparenz pochte. Den Antrag, die Sitzung des Schulausschusses nicht öffentlich durchzuführen, hatte die CDU gestellt.

Dieser Fraktion gehört auch die Ausschussvorsitzende Sonja Smodis an. Sie betont auf Anfrage: Es handele sich um eine „reine Arbeitssitzung“, in der keine Entscheidungen fallen. Inhaltlich stehe die Machbarkeitsstudie über eine mögliche Erweiterung der Marien-Grundschule im Mittelpunkt. Das Pendant zu dem Gutachten, das die Perspektiven der Bonhoefferschule beleuchtet, sei schon vorgestellt worden.

Neben den Ausschusssitzungen habe auch bereits eine interfraktionelle Klausurtagung stattgefunden (ein zweites Treffen sei für den 15. Februar anberaumt), bei der „aufgefallen ist, dass noch Detailinformationen fehlen“, so Smodis gegenüber den WN. Die Sondersitzung des Ausschusses biete „die einzige Möglichkeit“, dass alle Mandatsträger informiert werden, erklärte die Vorsitzende weiter. Smodis räumte ein, dass dieses Vorgehen „nicht gerade ein eleganter Weg“ sei. Doch die Zeit dränge und es gehe „um wichtige Entscheidungen“ für Senden.

Politik steht vor Weichenstellungen

Die Weichenstellung, vor der die Politik steht, lautet: Wie lässt sich der Raumbedarf für sieben Grundschulklassen pro Jahrgang in Senden lösen, während bisher Marien- und Bonhoefferschule jeweils „nur“ dreizügig arbeiten?

Da es auch um Grundstücksfragen und andere Angelegenheiten gehe, deren Charakter als „zwingend nicht öffentlich“ zu bezeichnen sei, habe man diese Form der nichtöffentlichen Ausschusssitzung gewählt, so Bürgermeister Sebastian Täger gegenüber den WN. Er willigte in dieses Vorgehen ein, „obwohl mir auch viel an Transparenz gelegen ist“, wie Täger beteuerte. In der Sondersitzung des Ausschusses solle „über Arbeiten informiert werden, die lediglich verwaltungsintern der unmittelbaren Vorbereitung des Schulentwicklungsplanverfahren dienten“, hieß es darüber hinaus in einer Stellungnahme der Verwaltung.

Ein Szenario zur Grundschul-Entwicklung soll im März beschlossen werden. „Über alles, das entschieden wird, wird auch öffentlich getagt“, versichert Smodis.

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