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Ina Quenzel übernimmt Leitung der Kita-Erlengrund

Selbstvertrauen der Kinder wecken

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Dem frühen Berufswunsch, mit Kindern zu arbeiten, blieb Ina Quenzel treu. Sie trat gerade die Nachfolge von Annette Büchler als Leiterin der Kita Erlengrund an und bringt dafür zwei Ausbildungen mit.

Von Dietrich Harhues

Als neue Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte Erlengrund liegt es Ina Quenzel am Herzen, die Kinder stark und selbstbewusst zu machen, damit sie sich etwas zutrauen und Herausforderungen stellen. Foto: di

Die Weichen stellte sie schon früh – und folgte dem eingeschlagenen Weg. „Der Wunsch – ein Beruf mit Kindern – war immer da“, sagt Ina Quenzel. Ihrer Berufung blieb sie treu, indem sie jetzt die Leitung der Kindertagesstätte Erlengrund als frischgebackene Nachfolgerin von Annette Büchler übernahm. In die Führungsrolle in einem Team hat sich Quenzel nicht gedrängt. Vielmehr wurde sie gefragt, ob sie sich diese Funktion vorstellen könnte.

Sie konnte. Dass sie angesprochen wurde, als es darum ging, Leitungsaufgaben neu zu besetzen, hat mit dem ehrenamtlichen Engagement der 43-Jährigen zu tun. Denn seit 2008 bringt sie sich als Presbyterin ins Leben der evangelischen Markus-Gemeinde im Norden Münsters ein und ist als gewähltes Mitglied im „Ausschuss für Kindertageseinrichtungen im evangelischen Kirchenkreis Münster“ aktiv. Dieses Gremium dient als Leitungsausschuss des Trägerverbundes. Eine Ebene über der Kirchengemeinde, in der – wie Pfarrer Stefan Benecke im Pressegespräch betont – die Kita Erlengrund fest verankert und eine „unheimliche Bereicherung“ des Gemeindelebens ist.

Vier Leitungspositionen waren zu besetzen. Ina Quenzel entschied sich für Senden. Was offenbar auch eine intuitive Entscheidung war: „Ich bin hierher gekommen und habe mich wohlgefühlt“ – schildert die Chefin die von der Einrichtung, dem Team und dem Konzept angetan ist.

Von Konzept und Team angetan

Dazu gehört, in festen Gruppen – die sich vielfach vermischen – zu arbeiten, der motorischen Entwicklung beispielsweise durch die Seepferdchenkurse Aufmerksamkeit zu schenken und die Wertschätzung vor der Natur mit den „Geschöpfen Gottes“ beispielsweise durch Waldwochen zu schärfen. Ina Quenzel liegt aber auch am Herzen, dass die Arbeit auf christlichen Werten fußt und diese in den Jahreslauf und den Kita-Alltag integriert werden.

Der neuen Leitung wurde die neue Herausforderung zwar angetragen, sie bringt aber auch die entsprechenden Qualifikationen und die Persönlichkeit mit. Die gebürtige Sauerländerin hat erst eine Erzieherinnenausbildung abgeschlossen und dann am Niederrhein in diesem Beruf gearbeitet. 2001 beendete sie erfolgreich ihre Ausbildung zur Ergotherapeutin in Münster, das sie so schön fand, dass sie dort geblieben ist. Als Erzieherin war sie in der evangelischen Lukas-Kita in Münster als Gruppenleitung tätig, bevor sie eine Familienpause einlegte. Diese endete damit, dass sie ihre Berufstätigkeit als Tagesmutter in einer Großtagespflegestelle wieder aufnahm.

Als Mutter kennt sie die Erwartungen der Familien

Dass sie als Mutter dreier Söhne (inzwischen neun, zwölf und 14 Jahre alt) das Familienleben kennt, fließt in ihrer jetzige Aufgabe mit ein. So ist ihr beispielsweise eine prägnante und transparente Kommunikation mit den Eltern ein Anliegen. Für dieses möchte Quenzel auch auf digitale Instrumente setzen. Wie überhaupt moderne Technik durchaus ein Stück weit ihre Berechtigung im Kita-Alltag haben kann. „Wir brauchen auch die Digitalisierung, aber im guten Ausgleich“ mit klassischen Spielmöglichkeiten.

Die Kita-Leiterin, die als Heranwachsende als Babysitterin gejobbt und sich als Gruppenleiterin in die kirchliche Jugendarbeit eingebracht hat, möchte mit ihrem Team dazu beitragen, die Erlengrund-Kinder „stark und selbstbewusst“ werden zu lassen. Kinder, „die sich etwas zutrauen und was schaffen“.

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