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Jugendbauhütte Westfalen: FSJler sind am Schloss Senden aktiv

Seminar mit hohem Praxisanteil

Senden

16 FSJler der Jugendbauhütte waren eine Woche lang tatkräftig für den Denkmalschutz am Schloss Senden im Einsatz. Ihre Aufgaben werden äußerst vielfältig.

Von Thomas Fromme

Traditionelle Flachs- und Färbegewächse in der Gartenwerkstatt pflanzen – das war eine der vielen Aufgaben für FSJler der Jugendbauhütte bei einem einwöchigen Praxisseminar am Schloss. Im Bild (v.l.): Viola Geismar, die am Schloss Senden im Einsatz ist, sowie ihre Mitstreiter Samuel Rohlfing, Lara Nordmann, Gabriel Carstensen, Daniela Henneberg und Max Göstenkors Foto: Jugendbauhütte Westfalen

Sie waren mit einem Schlauchboot auf der Schlossgräfte unterwegs, um die Mauern von Wildwuchs zu befreien. Sie brachten Schilder an Bäumen an, die im Parkpflegeseminar im November gestiftet worden waren. Sie pflanzten traditionelle Flachs- und Färbegewächse in der Gartenwerkstatt. Oder sie erstellten unter fachkundlicher Anleitung eine Schadenskartierung am Gartenhaus von Schloss Senden. Diese und weitere Aufgaben hatten 16 junge Leute, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Denkmalschutz absolvieren. Sie waren eine Woche auf einem Praxis-Seminar auf Schloss Senden.

Für die Jugendbauhütte Westfalen (Soest) sind sie an verschiedenen Orten jeweils ein Jahr als FSJler im Einsatz. In dieser Phase – zum Beispiel nach dem Abitur – können sie sich beruflich orientieren. Zu dem Seminar reisten die jungen Frauen und Männer von ihren Einsatzorten in ganz Westfalen nach Senden.

Vielseitige Aufgaben

Bei der praktischen Arbeit stand als Fachreferent Baudenkmalpfleger Holger Engelhardt („Denkmal Dienst Westfalen-Lippe“) mit Rat und Tat zur Seite. Eine Gruppe leistete wertvolle Vorarbeit zu einer Stellungnahme der LWL-Archäologie für die Fläche am Gartenhäuschen. „Es war ein Seminar mit hohem Praxisanteil und besonders vielseitigen Aufgaben“, berichtete Bernhard Anzalone. Er ist Bildungsreferent bei der Jugendbauhütte und organisiert Seminare. Sie sorgen dafür, dass im FSJ im Denkmalschutz der Bildungsanteil nicht zu kurz kommt. Gleichzeitig können die jungen Leute Kontakte knüpfen. So standen auch in Senden nicht nur praktische Arbeiten auf dem Plan. An zwei Tagen war Theorie zum Thema Baustile Trumpf – diesmal ging es um den Barock. „Da bot sich eine Führung auf dem nahen Schloss Nordkirchen natürlich an“, berichtete Anzalone.

Die nächstgrößere Veranstaltung für die jungen Erwachsenen ist eine gemeinsame Präsentation mit der Arbeitsgemeinschaft Historische Orts- und Stadtkerne NRW auf den Hansetagen in Neuss (26. bis 29. Mai).

Die Jugendbauhütte NRW ist ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Trägerschaft der Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd). Sie wird vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe und vom NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung gefördert.

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