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St. Laurentius: Feuerwehr leistet Nachbarschaftshilfe

Für eine Kirche ohne Angst: Regenbogenfahne ist zurück

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Bereits drei Mal wurde die Regenbogenfahne von Unbekannten von der Fassade der St.-Laurentius-Kirche. Seit Donnerstag (3. Februar) hängt das Symbol für Toleranz und Vielfalt in der Kirche höher.

-fro-

Höher gehängt: Mit Hilfe der Feuerwehr wurde die Regenbogenfahne an einem neuen Platz an der St.-Laurentius-Kirche aufgehängt – im Bild Löschzugführer Holger Pohlmann, Pastoralreferentin Rosalia Rodrigues und Pfarreiratsvorsitzender Andreas Sydlik.Foto: Thomas Fromme Foto: Foto: Thomas Fromme

Dieser Einsatz zog viele Blicke auf sich. Mit der Drehleiter war die Wehr zur St.-Laurentius-Kirche angerückt. Löschzugführer Holger Pohlmann bestieg mit Küster Heinz Aundrup den Fahrkorb. Feuerwehrmitglied Nils Falk manövriere ihn von unten in Position. Dann brachte der Küster die Regenbogenfahne wieder an der Kirchenmauer an.

Sie war im April erstmals aufgehängt worden, um gegen die Haltung des Vatikans zu protestieren, dass homosexuelle Paare nicht gesegnet werden dürfen. Drei Mal wurde die Fahne von Unbekannten abgerissen. Nun hängt sie höher.

Mit dieser Gemeinschaftsaktion will das Seelsorgeteam unter Leitung von Pfarrer Dr. Oliver Rothe angesichts der aktuellen Entwicklungen „jetzt erst recht“ ein Bekenntnis zu Vielfalt und Toleranz abgeben. Das betonten die Pastoralreferentinnen Rosália Rodrigues und Ulla Büssing-Markert sowie Pastoralassistentin Monika Wellermann fürs Seelsorgeteam und für den Pfarreirat Andreas Sydlik und Louis Bothur.

Ausdrücklich begrüßten sie das größte Coming-Out in der Geschichte der Kirche. 125 Mitarbeiter hatten sich zu ihrer sexuellen Orientierung bekannt und für eine Kirche ohne Angst ausgesprochen.

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