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Nächtliche DRK-Übung mit Hundestaffel

Spürnasen verstärken die Retter

Senden

Die neue Rettungshundestaffel des DRK Senden hat zum ersten Mal gemeinsam mit dem Rettungsdienst geübt. Im Dunkeln mussten die Vierbeiner vermisste, verletzte Personen aufspüren, die dann von den Rettungskräften medizinisch versorgt wurden.

-akrü-

Mit Hilfe der Hunde konnten die Rettungskräfte die Verletzten in der Dunkelheit schnell ausfindig machen. Foto: Andreas Krüskemper

Wenn am frühen Abend Blaulichter durch die Dunkelheit zucken, sind in vielen Fällen Menschenleben in Gefahr. In der Dorfbauerschaft war dies jedoch nur theoretisch der Fall. Denn im Rahmen einer Übung hat die neue Rettungshundestaffel des DRK Senden erstmals einen Einsatz mit dem Rettungsdienst geprobt.

Das Szenario: Auf der Straße Richtung Venner Moor wurden ein Fahrrad sowie ein Rucksack mit Alkohol gefunden, aber weit und breit ist niemand zu sehen. Aufgabe der Hundestaffel war es, den möglichen Besitzer des Fahrrades aufzuspüren und wenn nötig dem Rettungsdienst zuzuführen. Im Laufe der Übung stellte sich heraus, dass es sich um insgesamt vier Personen handelte, davon eine bewusstlos sowie eine mit einem gebrochenen Fuß.

Hunde an Betrieb der Einsatzstelle gewöhnen

Ziel der Übung war es, einerseits die Hunde an den „Betrieb“ einer realen Einsatzstelle zu gewöhnen. Bisher hatte die Staffel, nicht zuletzt coronabedingt, einzeln trainiert. „Es ist für die Hunde, aber auch für die Hundeführer ein Unterschied, ob man allein für sich ist, oder ob da viele andere Menschen ‚rumwuseln‘“, erläutert Rotkreuzleiter Richard Schneider. Auf der anderen Seite ist es für die Aktiven im Rettungsdienst wichtig, die Abläufe bei der Arbeit der Rettungshunde zu kennen, um nicht ungewollt Spuren zu verwischen. „Die Hundestaffel hat bei einer Alarmierung eine deutlich längere Vorlaufzeit als der Rettungsdienst. Es kann durchaus sein, dass der erste Hund erst nach 30 Minuten an der Einsatzstelle ist. So lange ,die Füße stillzuhalten‘ ist nicht einfach, wenn man eigentlich schnell helfen möchte“, so Schneider.

Aus Sicht der Verantwortlichen verlief die Übung insgesamt gut: „Für die erste gemeinsame Übung sind wir sehr zufrieden“, resümiert Schneider. „An einigen Stellen hat sich gezeigt, dass die Abläufe in der Praxis nicht so funktionieren, wie in der Theorie gedacht. Da werden wir in Zukunft andere Möglichkeiten ausprobieren.“

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