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Wechsel beim Leitenden Pfarrer und Wahlen der Gremien

St. Laurentius vor neuem Kapitel

Senden

Die Pfarrgemeinde St. Laurentius steht vor einer Zäsur: Dr. Oliver Rothe tritt die Nachfolge von Klemens Schneider als Leitender Pfarrer an. Die Amtseinführung in Senden findet am 24. Oktober statt. Neben dem Wechsel in der Leitung des Seelsorgeteams stehen die Wahlen in den Pfarrgremien an.

Von Dietrich Harhues

Künftiger Pfarrer in Senden: Dr. Oliver Rothe Foto: Bistum

Die Kirchengemeinde St. Laurentius steht vor einem Neuanfang – in mehrfacher Hinsicht. Als wohl einschneidendste Zäsur dürfte der Wechsel beim Leitenden Pfarrer wirken. Auf Klemens Schneider, der Ende Mai herzlich und feierlich verabschiedet wurde, folgt Dr. Oliver Rothe. Er wird am 24. Oktober in Senden in sein neues Amt eingeführt.

Dort hatte er sich bereits dem Seelsorgeteam und den Gremien vorgestellt. „Es war ein gutes und konstruktives Gespräch. Wir können uns eine Zusammenarbeit gut vorstellen“, lautete damals sein Resümee. Den Eindruck, den der 47-Jährige bisher von Senden gewonnen hat, fasst er auf WN-Anfrage so zusammen: „Ich glaube, dass mich eine lebendige Gemeinde erwartet, die in den letzten Jahren durch Pfarrer Schneider besonders geprägt und mitgenommen worden ist.“ Rothe, ergänzt, er werde „auf eine Offenheit für Neues treffen – das ist mir wichtig“.

Aus der Anwaltskanzlei an den Altar

Der neue Seelsorger in Senden bringt eine außergewöhnliche Vita mit: Der Jurist, der in einer Düsseldorfer Großkanzlei als Anwalt arbeitete, cancelte die Karriere, folgte Glauben und Berufung. Nach seiner Weihe vor acht Jahren war Rothe zunächst als Kaplan in St. Viktor in Xanten tätig und gehört seit 2017 dem Seelsorgeteam von St. Remigius in Borken an.

Der Wechsel nach Senden soll keine kurze berufliche Etappe markieren, im Gegenteil. Denn er will den Austausch mit den Menschen, Kontakte knüpfen, „Beziehungen leben“ – das sei ihm ein großes Anliegen und „das braucht Zeit“, schildert Rothe der WN-Lokalredaktion. Und betont, dass er „möglichst lange in Senden bleiben möchte“.

Kandidaten für die Gremien gesucht

Der Wechsel in der Leitung der Kirchengemeinde geht zeitlich eng mit Veränderungen in den Gremien einher. Sowohl Pfarreirat als auch Kirchenvorstand werden am 6. und 7. November neu gewählt. „Entscheiden und gestalten Sie mit“, fordert die Pfarrgemeinde ihre Mitglieder auf. Diese erhalten die notwendigen Unterlagen, um ihre Stimmen abzugeben, per Post ins Haus. Denn Pfarreirat und Kirchenvorstand haben entschieden, das Votum als Briefwahl durchzuführen. Auch in den Gremien, deren Mitglieder zum Teil wechseln, wird ein Zusammenhang mit der Einführung des neuen Pfarrers gesehen: Beides eröffne „die Chance, gemeinsam den Weg der Gemeinde zu beschreiten und zu gestalten“.

Welche Akteure sich dabei in welchen Rollen einbringen, ist noch offen. Der Wahlausschuss gibt die Kandidatenliste für den Pfarreirat bis Sonntag (22. August) bekannt, bis zum 5. September ist die Gemeinde aufgerufen, noch weitere Bewerber vorzuschlagen. „Zögern Sie nicht, sich als Kandidat aufstellen zu lassen“, heißt es im Appell der Pfarrgemeinde St. Laurentius. Der Pfarreirat habe vielfältige Aufgaben, so die Kirchengemeinde, er trage beispielsweise Mitverantwortung für eine lebendige Liturgie, wirkt bei der Sakramentenkatechese mit, kümmert sich um die ökumenische Zusammenarbeit und hält weltkirchliche Anliegen wach. Der Kirchenvorstand fungiert als das vermögensverwaltende Organ der Pfarrei. Er entscheidet über Ausgaben, Bauvorhaben, Immobilienverwaltung und das Einstellen von Mitarbeitern.

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