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LED-Technik auf dem Vormarsch

Stromsparen bei Straßenlaternen

Senden

Nach und nach werden die Laternen in der Stadt auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Dabei steht Energiesparen hoch im Kurs, denn etwa 430 Leuchten wurden bis Ende Mai mit moderner LED-Technik ausgestattet. Umrüstung kostet insgesamt rund 255 000 Euro.

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Peitschenlampen wie hier im Hiegenbusch wurden auf LED-Technik umgerüstet. Foto: di

Die Gemeindeverwaltung behält die Möglichkeiten zum Energiesparen im Blick: Gerade werden im gesamten Gemeindegebiet die sogenannten Peitschenleuchten umgerüstet. Das sind Straßenlaternen, die seitlich stehen und weit über den Bereich ragen, den sie beleuchten sollen, da sie einen langen gebogenen Mast haben. Bis Ende Mai stattete die Gelsenwasser Energienetze GmbH im Auftrag der Gemeinde die etwa 430 Leuchten mit moderner LED-Technik aus.

Die Umrüstung der Leuchten kostet insgesamt rund 255 000 Euro. Davon fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit 20 Prozent im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative. „Ausgaben, die sich lohnen“, erklärt Klaus Mende, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen und Umwelt. Mende führt aus: „Gerade bei dieser Art der Straßenlaternen haben wir ein hohes Energiesparpotenzial, daher haben wir sie jetzt umgerüstet. Etwa 55 Prozent des bisher für die Peitschenleuchten verbrauchten Stroms können so eingespart werden.“

Unabhängig von dieser Maßnahme werden nach und nach alle Laternen in Senden auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Mende macht das Prinzip der laufenden Aktivitäten deutlich: „Jedes Jahr stehen der Gemeinde circa 40 000 Euro für die Modernisierung der Straßenbeleuchtung zur Verfügung. Neben unterschiedlichen Einzelprojekten wird zusätzliches Geld bereitgestellt, wenn ohnehin gebaut wird, wie zuletzt zum Beispiel an der Appelhülsener Straße, Gartenstraße oder in den neu gestalteten Straßenabschnitten des Sendener Ortskerns.“

Nicht nur bei der Beleuchtung, sondern auch insgesamt steht das Energiesparen in Senden hoch im Kurs. Klimaschutzmanagerin Petra Volmerg kümmert sich gerade um die Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts der Gemeinde Senden. Darin sollen verschiedene Maßnahmen gebündelt werden. Ein großer Hebel auf dem Weg zu mehr Klimaschutz ist es, den Energieverbrauch deutlich zu reduzieren. Dazu könnten stärkere Sensibilisierung und Information sowie die Förderung von Modernisierungen dienen, so Volmerg. Das Klimaschutzkonzept soll im Herbst politisch beraten werden.

Hintergrund: Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Die Nationale Klimaschutzinitiative soll so zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort beitragen. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

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