1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Senden
  6. >
  7. Tafel zieht die Reißleine

  8. >

Kundengruppen werden ab Juni aufgeteilt

Tafel zieht die Reißleine

Senden

Die Tafel in Senden wird aktuell überrannt – und zieht deshalb die Reißleine. Ab Juni dürfen Kunden nur noch alle zwei Wochen kommen. Man sei mit vollen Engagement dabei – aber man müsse auch an die Gesundheit der eigenen Mitarbeiter denken. Zudem gebe es zu wenig Lebensmittel.

Die Tafel schränkt ihre Ausgabe ein. Foto: Sendener Tafel

Der Vorstand der Sendener Tafel zieht die Reißleine. Ab Juni werden die Kundengruppen wieder geteilt, der Einkauf ist dann für jeden Kunden nur noch im 14-tägigen Wechsel möglich. Diese Verfahrensweise ist für einige Tafelkunden nicht neu. Schon in der Zeit der großen Flüchtlingswelle in 2015/16 war dieser Einkaufsrhythmus aus der Not heraus geboren.

Seit April nehmen nimmt die Tafel laut eigener Aussage kontinuierlich jeden Donnerstag Neukunden auf. Die Tafel wolle sie gerne unterstützen, erreiche im Bereich des Warenangebots und der Belastbarkeit des Helferteams jedoch ihre Grenzen.

Zur Zeit sprengt der Kundenansturm die festgelegten Einkaufszeiten für die Ausgabe um mehrere Stunden, teilt die Tafel mit. Für die Kunden bedeute dies derzeit bis zu zwei Stunden Wartezeit. Dabei arbeite das Team der Ehrenamtlichen bereits durch, mache wie selbstverständlich „Überstunden“ und gönne sich dabei keine eigenen Ruhepausen.

Belastungsgrenze erreicht

Das alles gehe an die eigene Belastungsgrenze, schreibt Sabine Knümann, Vorsitzende der Tafel. Daher dürfe es zum Wohle der Mitarbeiter so nicht weitergehen. Mit den geänderten Einkaufszeiten sei die Tafel weiterhin in der Lage, das zu tun, was sie eigentlich möchte: Möglichst viele Menschen unterstützen. So könne ein Aufnahmestopp verhindert werden, niemand müsse abgewiesen werden. Die Ziele seien weiterhin: Lebensmittel retten und Menschen helfen. Und nicht zu vergessen – die Gesundheit der engagierten Helferinnen und Helfer erhalten.

Startseite
ANZEIGE