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Neue Give-Box am Pfarrheim in Bösensell

Tauschen und Secondhand im Trend

Bösensell

Die von der Kolpingsfamilie Bösensell aufgestellte Give-Box kommt gut an. Der Warenumschlag in Sachen Nachhaltigkeit ist groß: Etliche der dort abgelegten, gebrauchten Dinge werden schon nach kurzer Zeit von Interessierten mitgenommen.

Von Thomas Fromme

Foto: Thomas Fromme

Erst wenige Tage ist sie offiziell geöffnet – und schon ist die Give-Box am Pfarrheim ein Anziehungspunkt. Das liegt nicht nur an der auffälligen orangen Farbe, sondern wohl auch daran, dass die zweite Nutzung von Büchern, Brettspielen oder DVDs stark im Trend liegt. Das neue Angebot der Kolpingsfamilie Bösensell kommt gut an. Neben Büchern können Spielwaren, Kinderkleidung sowie Deko-Artikel abgegeben werden. Jeder, der gut erhaltene Sachen übrig hat, kann sie in die Box bringen und sich selbst kostenlos bedienen.

Der Warenumschlag ist groß

„Die Leute verschenken gerne etwas – und viele Gegenstände werden schon nach wenigen Stunden abgeholt. Der Warenumschlag ist groß. Alle sind sehr dankbar – diejenigen, die nehmen, genauso wie diejenigen, die geben und sich freuen, wenn ihre Spenden eine sinnvolle Verwendung finden“, berichtet Christina Höbrink vom Patenteam der Kolpingsfamilie, das sich um die Give-Box kümmert.

„Es tut mir in der Seele weh, wenn zum Beispiel gute Spielsachen nicht mehr genutzt werden. Dabei geht es auch um Nachhaltigkeit und das Empfinden für den Wert der Dinge“, sagt die Patin. Secondhand liegt im Trend – diese Meinung teilen offenbar viele Menschen in Bösensell. „Auch meine Kinder finden die Box toll – für sie habe ich die Regel aufgestellt, dass sie dort nur etwas mitnehmen dürfen, wenn sie im Gegenzug zuhause etwas aussortieren und abgeben“, sagt die zweifache Mutter.

Klare Regeln für Nutzung

Nicht nur die erwartbaren Dinge wie Bücher sind bisher abgegeben worden, sondern auch ein Plattenspieler, Playmobil, Porzellan und andere Gebrauchsartikel.

Für die Nutzung der Give-Box gelten klare Regeln, die in der coroangerecht nur von einer Person gleichzeitig begehbaren Hütte deutlich sichtbar angebracht sind. So dürfen größere Gegenstände wie Kinderfahrräder nicht abgegeben werden – sie können aber auf einer Pinnwand inseriert werden. Und Müll sowie schlecht erhaltene Dinge sind tabu. „Die Nutzerinnen und Nutzer halten sich bislang vorbildlich an die Regeln. Wir hatten noch keine Probleme“, freut sich Christina Höbrink. Sie oder die beiden anderen Patinnen der Give-Box, Katharina Wolf-Brauckmann und Ute Wagner, sehen alle paar Tage nach dem Rechten und räumen bei Bedarf auf.

Give-Box und Kleidercontainer ergänzen sich

Die kunstvolle Gestaltung der Box haben die Kinder und Jugendlichen aus dem benachbarten „Tresor“ übernommen. Um den Aufbau hat sich das Erstellungsteam der Kolpingsfamilie gekümmert. Ein Großteil des Materials für die Hütte wurde vom Baustoffhandel Gebrüder Hatebur gespendet.

Bernhard Eggersmann, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, freut sich über das neue Angebot. „Nicht zufällig haben wir die Give-Box direkt neben unserem Kleidercontainer aufgestellt. Das ergänzt sich gut“, sagt er und appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, gebrauchte Kleidung möglichst in dem Container abzugeben. Denn die Kolping Recycling GmbH sei gerade für ihre faire Verwertung zertifiziert worden. Die Einnahmen daraus kommen sozialen Zwecken im In- und Ausland zugute.

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