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Verbindung zwischen Ottmarsbocholt und dem Bahnhof Davensberg

Taxibus-Test für ein halbes Jahr beschlossen

Ottmarsbocholt

Voraussichtlich ab Juli 2023 wird probeweise für ein halbes Jahr ein Taxibus-Angebot zwischen Ottmarsbocholt und dem fünf Kilometer entfernten Bahnhof in Davensberg eingerichtet. Dann wird sich zeigen, ob genug Fahrgäste die Verbindung nutzen.

-fro-

Voraussichtlich ab Juli 2023 soll probeweise ein Taxibus Ottmarsbocholt mit dem Bahnhof Davensberg verbinden. Foto: Ulrich Reismann

Um einen Anschluss von Ottmarsbocholt an den Bahnhof in Davensberg zu schaffen, hatte die CDU beantragt, für ein Jahr versuchsweise ein Taxibus-Angebot einzurichten. Die Verwaltung wurde im Oktober 2021 mit der Vorbereitung beauftragt. Am Donnerstagabend stimmte der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität nach längerer Debatte einstimmig für einen Kompromiss: Der Versuchszeitraum soll auf ein halbes Jahr reduziert werden, das Taxibus-Angebot dafür aber um Fahrten zu möglicherweise stark nachgefragten Zeiten am Samstagabend und am Sonntag ergänzt werden. Werktags ist von etwa 7 bis 19 Uhr ein Zwei-Stunden-Takt vorgesehen, für Frühaufsteher ist auch eine Fahrt gegen 6 Uhr geplant.

„Es ist meine Aufgabe, die Bedenken des Kreises vorzutragen“, wies Bürgermeister Sebastian Täger darauf hin, dass man in Coesfeld Fahrgastverluste für die Buslinie R 41 (Täger: „Das ist schon eine gute Linie“) von Ottmarsbocholt über Venne nach Münster fürchte.

Für den ursprünglich beantragten einjährigen Versuch waren voraussichtliche Kosten von insgesamt 92 000 Euro ermittelt worden. Dieser Kalkulation lag eine Auslastung von 30 Prozent zugrunde. Nur eines von drei angefragten Unternehmen hatte ein Angebot unterbreitet. Vertreter aller Fraktionen zeigten sich über die hohen Kosten für die Gemeinde überrascht und einigten sich auf die Kürzung des Versuchzeitraums. Sie betonten, dass dafür kräftig die Werbetrommel gerührt werden müsse.

Die Fahrzeiten des Taxibusses, der vorbestellt werden muss, also nur bei Bedarf fährt, sollen mit einem Puffer auf die Bahn-Fahrzeiten nach Münster ausgerichtet werden. Damit könnte sich die Fahrzeit zum Hauptbahnhof der Domstadt im Idealfall von 37 auf 27 Minuten verkürzen. Der Versuch soll im Juli 2023 starten.

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