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Welle der Hilfsbereitschaft für Vierbeiner in Not

Tierheim vor Schließung gerettet

Senden/Lüdinghausen

Fast 600 Spender haben auf den Notruf der Tierfreunde Lüdinghausen und Umgebung reagiert und mit ihrer finanziellen Unterstützung das Tierheim an der Hohen Lucht vor der Schließung gerettet. Täglich kamen Geschenke für die in Not geratenen Vierbeiner.

wn

Große Freunde herrscht bei den Tierfreunden über die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Fast 600 Spender haben sich beteiligt, damit der durch Corona finanziell stark gebeutelte Verein über die Runden kommt. Die Futterlager konnten gut gefüllt werden Foto: Nathalie Pelkeit

Die Folgen der Corona-Pandemie haben auch das Tierheim an der Hohen Lucht hart getroffen. Denn aufgrund der vielen Einschränkungen waren die Einnahmen dieses Jahr deutlich geringer als sonst: Sendener Maifest, Sommerfest, Adventsbasar und andere Veranstaltungen, bei denen sonst Geld eingenommen wurden, mussten abgesagt werden. Und die Reserven für das gerade erst wieder eröffnete Tierheim waren aufgebraucht (WN berichtete). Deshalb baten die Tierfreunde Lüdinghausen und Umgebung e.V. vor einem Monat öffentlich um finanzielle Unterstützung für den Erhalt des Tierheims.

Maria Eichel

Nun kann das Team rund um Maria Eichel aufatmen: „Es ist unglaublich, wie viele Menschen sich an der Spendenaktion beteiligt haben“, freut sich die 1. Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins. Denn nicht nur anonyme Spenden, sondern viele auch mit persönlicher Nachricht, machten Mut und zeigten Anerkennung für die wichtige lokale Tierschutzarbeit, teilen die Tierfreunde Lüdinghausen und Umgebung mit. Einige Menschen haben auch selbst Aktionen gestartet, um Geld für das Tierheim zu sammeln, was zusätzlich Aufmerksamkeit geschaffen hat. Fast 600 Spender haben sich insgesamt beteiligt.

Dank der Spendenbereitschaft konnten die Futterlager wieder gut gefüllt werden. Foto: Tierfreunde

„Wir möchten im Namen der Tiere und aller Ehrenamtlichen jedem Einzelnen ganz herzlich danken“, so Maria Eichel. Es sei schön zu sehen, was viele Einzelne gemeinsam in so kurzer Zeit schaffen können. „Mit so viel Unterstützung haben wir in unseren kühnsten Träumen nicht gerechnet“, hebt die Vorsitzende hervor.

Neben dem Geld sind auch noch allerlei Sachspenden geschickt und gebracht worden – täglich kamen Geschenke für die Tiere. Die Futterlager sind von daher wieder gut aufgefüllt. Auch einige neue Mitglieder und Paten konnte der Verein gewinnen, die durch ihren regelmäßigen Beitrag eine wichtige finanzielle Grundlage sichern.

„Alles in allem war die Aktion ein großer Erfolg und die Tierfreunde können sich vorerst wieder ganz auf das Wohl und die Vermittlung der Tiere konzentrieren“, heißt es weiter. Nach Abzug der offenen Rechnungen sei noch genug Geld übrig, um die nächsten Monate den Tierheimbetrieb sorgenfrei aufrecht halten zu können. „Und wir alle hoffen, dass wir dann auch bald wieder zu normalen Zeiten zurück kehren können“, sagt Maria Eichel.

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