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„Summerwinds“-Festival gastiert im Schloss und im Alten Zollhaus

Tolle Werbung für Kultur in Senden

Senden

Zum ersten Mal gastierte das internationale Holzbläser Festival „Summerwinds“ in Senden. Und das sogleich mit einem Doppelkonzert im Schloss und im Alten Zollhaus. Die Stevergemeinde empfahl sich damit als Kulturstandort über ihre Grenzen hinaus.

Von und

Doppelkonzert Summerwinds Foto: lfv

Dreifache Premiere: Zum ersten Mal ein Konzert im „Alten Zollhaus“, zum ersten Mal ein Doppelkonzert in den beiden bedeutendsten historischen Gebäuden Sendens – neben dem „Alten Zollhaus“ auch im Schloss. Und zum ersten Mal in beiden Häusern das große Internationale Holzbläser Festival „Summerwinds“ zu Gast. Um es vorwegzunehmen: Alle drei Premieren gelangen – und machten Werbung für Senden als Kulturort. Denn die allermeisten Gäste kamen nicht aus Senden selber, sondern aus der nahen und weiteren Umgebung.

Doppelkonzert mit Spaziergang

Das „Jerusalem Duo“ präsentierte im Alten Zollhaus Klezmer, Klassik und Pop. Foto: lfv

Doch von vorne: Das Kulturamt der Gemeinde sowie der Schloss Senden e.V. hatten sich mit der Gesellschaft zur Förderung der westfälischen Kulturarbeit (GWK) ein ganz besonderes Format für ein Doppelkonzert ausgedacht. In beiden Häusern spielten gleichzeitig am Samstagabend ab 19 Uhr hochdekorierte Musikerinnen und Musiker. Nach dem ersten 50-minütigen Konzert jeweils wechselte das Publikum den Kulturort – mit einem schönen geführten Spaziergang entlang des Kanals. So konnten die Besucherinnen und Besucher zwei völlig unterschiedliche Konzerte an einem Abend erleben.

Im Schloss war das dänische „Duo Ventus“ mit Michaela Hansen (Flöte) und Loise Anine Mogensen (Klarinette) zu Gast. Im „Alten Zollhaus“ stand das „Jerusalem Duo“ mit Hila Ofek (Harfe) und André Tsirlin (Saxofon) auf der eigens errichteten kleinen Bühne. Jeweils ausverkauft meldete die GMK als Veranstalterin, deren Geschäftsführerin Susanne Schulte sich über die große Resonanz freute: „Das ist in diesen Zeiten sicher nicht selbstverständlich“.

Bekannte Musik frisch arrangiert

Beide Konzerte hatten eine Gemeinsamkeit und einen Unterschied. In beiden Fällen war es ob der doch recht ungewöhnlichen Zusammenstellung der Instrumente vielfach notwendig, eigene Arrangements zu präsentieren. Beim „Jerusalem Duo“ fielen diese sehr unterhaltsam aus. Schon die Variationen von „Over the rainbow“ oder von „Something“ (von George Harrison) begeisterten. Hinzu kamen klassische, aber auch traditionelle Klezmer-Stücke, die dann zusammen mit der galanten und spritzigen Moderation durch André Tsirlin für beste Unterhaltung sorgten. „Ich wusste gar nicht, dass wir in einer Sauna spielen“, merkte er schwitzend an, dass die Temperatur unter dem Dach des Zollhauses ihm einiges abverlangte.

Klassisches und Modernes

Im wunderbar illuminierten Schloss hatte es das „Duo Ventus“ dagegen etwas schwerer. Denn die Stücke, teils modern arrangiert, waren nicht so gefällig wie beim anderen Konzert und verlangten den Zuhörerinnen und Zuhören einiges ab. Auch die beiden Däninnen, das erste Mal bei einem Konzert überhaupt in Deutschland, präsentierten eine Mischung aus Klassikern und modernen Stücken und zeigten mit ihrem exzellenten Spiel eine große musikalische Bandbreite.

Über eine sehr gelungene Veranstaltung freuten sich alle drei Partner. „Viele Auswärtige haben beide historischen Kulturorte kennengelernt – und auch die schöne Landschaft in Senden“, waren sich Dr. Franz Waldmann vom Schloss und Markus Kleymann vom Sendener Kulturamt einig. Insofern können sie sich gut vorstellen, mit einem ähnlichen verbindenden Format wieder Gastgeber von einem Doppelkonzert zu sein.

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