1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Senden
  6. >
  7. Umsatz schmilzt im heißen Sommer

  8. >

Raiffeisen Steverland blickt auf Geschäftsjahr 2018 zurück

Umsatz schmilzt im heißen Sommer

Senden/Nottuln

Die lange Dürre des Sommers 2018 hat neben der Landwirtschaft auch den Agrarhandel unter Druck gebracht. So ging der Umsatz der Raiffeisen Steverland eG von 74,6 Millionen auf 72,5 Millionen Euro zurück. Trotzdem ergab sich eine Jahresüberschuss von 212 000 Euro.

Helena Wilmer

Vorstand und Aufsichtsrat der Raiffeisen Steverland eG blickten auf ein durchwachsenes Geschäftsjahr 2018 zurück. Vorstandsvorsitzender Werner Schulze Esking (5.v.l.) schied nach neun Jahren aus seinem Amt aus und wurde für seine Verdienste ausgezeichnet. Foto: Helena Wilmer

Auf ein eher durchwachsenes Geschäftsjahr 2018 blickte die 787 Mitglieder zählende Raiffeisen Steverland eG am Dienstagabend während der Generalversammlung im Raiffeisen-Betriebsgebäude in Nottuln. „Das Jahr 2018 war geprägt durch einen sehr heißen Sommer. Die lange Dürreperiode hat die Landwirtschaft und auch uns im Agrarhandel vor enorme Herausforderungen gestellt“, erklärten Michael Grewe und Benedikt Middendorf, Geschäftsführer der Steverland. So musste die Genossenschaft von 2017 zu 2018 einen leichten Umsatzrückgang von 74,6 Millionen auf 72,5 Millionen Euro hinnehmen. Trotzdem ergab sich ein Jahresüberschuss von 212 000 Euro. Ein großer Teil davon fließt in die Rücklagen. 42 000 Euro zahlt die Genossenschaft als Warenrückvergütung und gewährt zusätzlich eine Dividende von zwei Prozent.

Zuwachs verbuchte 2018 wieder der Einzelhandel. Deshalb soll nun der vierte Raiffeisenmarkt – nach den Standorten in Senden, Havixbeck und Dülmen – in Nottuln verwirklicht werden. Bereits seit zweieinhalb Jahren ist dieser in Planung, doch das Baurecht ist bisher ungeklärt. Nun hoffen die Geschäftsführer, dass dieses Problem in den nächsten Wochen behoben werden und der Markt schnell eröffnet werden kann.

Bei den anstehenden Wahlen setzten die Mitglieder auf Kontinuität. Die turnusmäßig zur Wahl stehenden Aufsichtsratsmitglieder Clemens Freiherr von Twickel und Ludger Hidding wurden einstimmig wiedergewählt. Nach neun Jahren als Vorstandsvorsitzender stand Werner Schulze Esking aus Billerbeck satzungsgemäß nicht mehr weiter für dieses Amt zur Verfügung. „Auch wenn der genossenschaftliche Funke bei Werner sicherlich erst spät gezündet wurde, brennt das Feuer jetzt umso heller. In der Zeit des Umbruchs brachte er Stabilität in die Genossenschaft. Und ohne ihn würden wir jetzt sicherlich nicht da stehen, wo wir momentan sind“, so der Vorsitzende Johannes Schulze Höping.

Dr. Christian Degenhardt, Geschäftsführer vom Raiffeisenverband Westfalen-Lippe e.V., schloss sich den Worten an und überreichte Schulze Esking die Ehrennadel in Silber mit den Worten: „Manche Menschen schaffen in neun Jahren eben mehr als andere in 25 Jahren.“ Für Werner Schulze Esking wechselt Stefan Schulze Frenking aus dem Aufsichtsrat in den Vorstand.

Zum Abschluss der Versammlung beschäftigte sich Dr. Dirk Köckler, Vorstandsvorsitzender der Agravis Raiffeisen AG, in seinem Vortrag mit den Fragen: Muss sich die Landwirtschaft dauerhaft auf Wetterextreme wie Trockenheit und Hitze einstellen? Und was bedeuten die Herausforderungen des Klimawandels und der Digitalisierung für die landwirtschaftlichen Familienbetriebe und für die Genossenschaften?

Startseite