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Opposition kritisiert geplante Kralkamp-Öffnung

„Unnötige und gefährliche Belastung“

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Die Sprecher der vier Oppositionsparteien im Sendener Rat kritisieren die vorgesehene Öffnung des Wohngebietes Kralkamp zum geplanten Baugebiet Huxburg. Es entstehe eine „unnötige und gefährliche Belastung“ durch den motorisierten Verkehr, so ihre Auffassung. Die Öffnung hatte der Gemeindeentwicklungsausschuss mit den Stimmen der CDU-Mehrheit beschlossen.

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Vor Ort nahmen Achim Peltzer (SPD), Uwe Kasten (FDP), Thomas Hageney (UWG) und Wolfgang Dropmann (Grüne) die Situation am Kralkamp in den Blick. Foto: Siegmar Syffus

„Das war ja vorhersehbar“, so der einhellige Kommentar der vier Fraktionsvorsitzenden der SPD, Grüne, UWG und FDP. „Es ging um die Reaktion der Anwohner des Kralkamp, die in einer Mischung aus Enttäuschung und Empörung spontan eine Unterschriftensammlung gestartet hatten“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von SPD, Grünen, UWG und FDP. Rund 200 Einwohner hatten sich gegen eine Entscheidung im Gemeindeentwicklungsausschuss vom 17. Juni gewandt (WN berichteten).

Die CDU-Mehrheit hatte entschieden, dass bei der weiteren Bebauungsplanung die Verbindungen zwischen dem Kralkamp und dem geplanten Wohngebiet Huxburg auch für Kraftfahrzeuge geöffnet sind. Eine Entscheidung, die bei allen Vertretern der anderen Fraktionen auf heftigen Widerstand und Unverständnis stieß, zumal die Planer und die Verwaltung im Entwurf vorgesehen hatten, dass die Anbindungen für den Pkw-Verkehr gesperrt werden sollten.

Schon sehr frühzeitig hatten sich SPD, Grüne, UWG und FDP gegen eine Öffnung argumentiert. „Vor allem die unnötige und gefährliche Belastung der meist recht engen Straßen im Kralkamp, die zum Teil nicht einmal gekennzeichnete Fußwege aufweisen, wurde betont“, heißt es weiter. Die Anwohner befürchten, dass die Öffnung der Verbindungswege für Kraftfahrzeuge geradezu eine Einladung sein könnte, diese Wege auch zu nutzen.

„Wir können ja, wenn es überhand nimmt, einen Pfosten aufstellen“, so die lakonische Antwort der CDU in der Sitzung. Aus Sicht der Opposition ist die nachträgliche Sperrung einer Straße nicht ohne Weiteres zu machen, wie einige Beispiele an anderer Stelle gezeigt haben. Für die vier Fraktionen der Opposition ist diese erneute Demonstration der absoluten CDU-Mehrheit nicht nachvollziehbar und für die Bürger „rücksichtslos und enttäuschend“, so die Mitteilung.

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