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 2G- und Quarantäne-Kontrollen

Verstöße gegen Corona-Regeln sind sehr selten

Senden

Ob die 2G-plus-Regeln, Quarantäne und andere Corona-Vorschriften eingehalten werden, kontrolliert das Ordnungsamt der Gemeinde Senden. Das hat damit jede Menge zusätzliche Aufgaben.

Von Thomas Fromme

Kontrolle vom Ordnungsamt: Christiane Jäckel prüft den 2Gplus--Nachweis von Cafe-Besucherin Jasmin Brockmann (links). Gabi Gumb, Leiterin der Geiping-Filiale an der Herrenstraße, muss nachweisen, dass die Mitarbeiter die 3-G-Regel erfüllen (kleines Foto). Foto: fro

An diesem Vormittag brummt das Café in der Geiping-Filiale an der Herrenstraße. Paare, Freundinnen und einzelne Gäste machen es sich bei einer Tasse Kaffee mit Brötchen oder Kuchen gemütlich. Doch bevor sie Platz nehmen dürfen, heißt es, die 2G-plus-Nachweise vorzuzeigen. „Das hat sich hier eingespielt“, sagt Filialleiterin Gabi Gumb. „Wir lassen uns die Nachweise jeden Tag von jedem zeigen – egal, wie regelmäßig er zu uns kommt.“ Die Gäste haben sich daran gewöhnt und finden die Kontrollen meistens gut. „Die Nachweise vorzuzeigen ist ja mittlerweile Routine wie morgens Schuhe anziehen. Ohne Smartphone und Personalausweis geht man sowieso nicht mehr aus dem Haus“, findet Jasmin Brockmann. Sie ist zum Schwimmen nach Senden gekommen.

Ob Cafés und Gaststätten die Coronaschutzverordnung beachten? „Es gibt nur sehr selten Verstöße“, resümiert Christiane Jäckel. Die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes ist im Außendienst tätig – ebenso wie eine weitere Kollegin. „Sofern sich in bestimmten Bereichen Probleme zeigen, weisen wir zunächst darauf hin und kontrollieren anschließend engmaschiger“, erläutert Rahel Epping, Fachbereichsleiterin Bürgerservice, Ordnung und Soziales bei der Gemeinde.

Personallisten durchsehen und Nachweise prüfen

Bei Geiping wirft Christiane Jäckel auch einen Blick auf die Personalliste auf dem Tablet der Filialleiterin und sieht: alle zehn Mitarbeiterinnen erfüllen die 3G-Regel.

Fürs Ordnungsamt bringt die Pandemie jede Menge zusätzliche Aufgaben mit sich. Zu den Kontrollen in der Gastronomie kommt die Erstellung der Verfügungen für Infizierte, von Kontaktpersonen und Reiserückkehrern. Und es wird stichprobenartig geprüft, ob die Quarantäne eingehalten wird.

Am Donnerstag waren in Senden nach Kreis-Angaben 147 Personen infiziert und müssen sich deshalb häuslich absondern – das heißt bei Infizierten offiziell Isolation. Hinzu kamen Kontaktpersonen, die unter Quarantäne stehen. Deren Zahl schwankt ständig, weil sich Kinder neuerdings nach fünf und Erwachsene nach sieben Tagen freitesten können. Einige erkranken zudem selbst und werden nach kurzer Zeit als Infizierte erfasst. Zuletzt waren in etwa so viele Kontaktpersonen wie Infizierte aktenkundig. Am Donnerstagnachmittag gab es eine neue Entwicklung: Der Kreis stellte die Nachverfolgung der Kontaktpersonen wegen der nicht mehr zu bewältigenden Flut ein. Deshalb dürfte trotz Omikron die Zahl der Menschen in Quarantäne nicht ganz so stark ansteigen.

Den Mehraufwand, den Corona fürs Ordnungsamt bedeutet, fangen Teilzeitbeschäftigte etwas ab, indem sie ihre Stundenzahl übergangsweise erhöhen. Zudem werden die Aufgaben priorisiert.

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