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Zaubergala im Sendener Cabrio

Vielfalt der Magie ist die besondere Note

Senden

Zauberei ist nicht gleich Zauberei. Bei einer magischen Gala im Cabrio erlebten die Besucher ganz unterschiedliche Herangehensweise. Das machte den besonderen Charme des Abends aus.

Von Ira Middendorf

Bei Uwe Schenk gehen während der Zaubershow im Cabrio Ringe geheimnisvolle Verbindungen ein und lassen die Besucher tief in die Welt der Magie eintauchen. Foto: Ira Middendorf

„Habt Ihr gedacht, wir verraten hier Tricks?!“, feixt Moderator Matthias Rauch und das Publikum hat seinen Spaß. Die Zaubergala am Freitagabend im Cabrio hat allerdings auch so allerhand Überraschendes zu bieten und so können sich die rund 200 Zuschauer über ganz unterschiedlich Darbietungen aus der Welt der Zauberkunst freuen.

Da unterzieht beispielsweise Zara Finjell mit ganz leichter Hand, Doreen und Lars einem Beziehungstest (den die beiden übrigens bravourös bestehen) bei dem nicht nur Gedanken, sondern ganze Buchseiten zwischen den beiden hin- und herfliegen, da lässt Michael Sondermeyer einen Geldschein – zur Beunruhigung seines Besitzers- verschwinden und – wiederum zur Überraschung seines Besitzers – und mit Hilfe von Aylin, in Apfelsinen wieder auftauchen. Tücher erwachen zum Leben, Ringe gehen bei Uwe Schenk geheimnisvolle Verbindungen ein und das Publikum taucht so langsam in einem Zustand ein, in dem es nichts mehr für garantiert nimmt.

Zaubergala im Cabrio. Foto: Ira Middendorf

Gemeinsam mit der Stiftung für Zauberkunst veranstaltet das Sendener Kulturamt die Zaubergala zum ersten Mal in Senden, in der ganz unterschiedliche Zauberkünstlerinnen und -künstler auftreten. Großartig auch Gabor Vosteen, der zwar nicht im klassischen Sinn zaubert, aber doch mit seinem außergewöhnlichen Blockflöten-Spielstil etwas wahrhaft Magisches verströmt, wenn er auf fünf Blockflöten gleichzeitig die „Ode an die Freude“ spielt. Und sogar ein Hauch von Las Vegas liegt in der Luft, als Carsten Fenner und Sabrina in Ihrer „Magic meets Dance-Show“ in atemberaubendem Tempo immer wieder die Kleidung wechseln. Moderator Matthias Rauch, seines Zeichens deutscher Meister der Zauberkunst, macht dabei den Abend rund, denn seine kleinen und sehr feinen Stücke, in denen Ketchup-Flaschen verschwinden - oder eben nicht, Sand aus der bloßen Hand rieselt oder Karten aus der Luft gegriffen werden, sind schlicht unglaublich. Seine spontane und charmante Moderation ist dabei ebenfalls gekonnt. Selten kommt ein Publikum in den Genuss, so viele verschiedene Künstler an einem Abend zu erleben, was auch den besonderen Charme dieser Veranstaltung ausmacht. Dabei steht die Zauberkunst als eigenständige Kunstgattung immer im Mittelpunkt und wenn auch keine Tricks verraten werden: es wird sehr deutlich, wieviel Können und jahrelanges Training letztendlich eine richtige gute Show ausmacht.

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