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Vorgarten-Initiative legt weiteres Musterbeet an

„Vierter Streich“ an der Steverhalle

Senden

Die Vorgarten-Initiative hat ein weiteres Musterbeet bepflanzt – das inzwischen vierte. Worauf die Streiter für naturnahe Beet-Gestaltungen dabei Wert legen und welche Ziele sie verfolgen, verrieten sie beim Pflanz-Termin.

Von Thomas Fromme

Engagierte der Vorgarten-Initiative bepflanzten das inzwischen vierte Musterbeet (v.l.): Christiane Ihle, Rolf Wiederkehr, Matthias Evels, Klaus Dallmeyer und Angelika Emschove. Foto: Thomas Fromme

Dieser Standort war eine besondere Herausforderung. Das halbrunde Beet rechts neben dem Haupteingang der Steverhalle, das die Gemeinde der Vorgarten-Initiative zur Verfügung stellte, ist mit 22 Quadratmetern recht klein. Doch der schmale Pflanzstreifen, die Südwest-Ausrichtung und die angrenzende Klinker-Wand haben den Schwierigkeitsgrad erheblich erhöht. Denn dort ist mit viel Sonne und Hitze zu rechnen.

„Das ist unser vierter Streich“, berichtet Klaus Dallmeyer von der Vorgarten-Initiative beim Pflanztermin vor Ort. Zusammen mit vier weiteren helfenden Mitgliedern führte er an dem neuen Musterbeet die Abschlussarbeiten für dieses Frühjahr durch. „Unsere Musterbeete sind Demons­trationsobjekte für pflegeleichte naturnahe Beete“, berichtet Dallmeyer. Dass sich wenig Aufwand und ein Nutzen für Natur- und Artenschutz in Einklang bringen lassen, können Otto-Normal-Gartenbesitzer in Senden an mehreren Beispielen sehen.

Corporate-Design-Farben der Gemeinde

Ein weiteres Kriterium bei der Zusammenstellung der Pflanzen: Die Corporate-Design-Farben der Gemeinde, Blau und Weiß, sollten aufgegriffen werden. Zudem waren der Initiative eine ansprechende Optik und wechselnde Blütezeiten an diesem exponierten Standort wichtig.

Das Gerüst des neuen Musterbeets bilden Säuleneiben, die bereits im Herbst gepflanzt worden waren, damit sie besser anwachsen konnten. Ergänzt wird es jetzt durch öfter blühende weiße Beetrosen, die sich als Bienenweide eignen, und Bartblumen („Blauer Spatz“). Dazwischen sind blau- und weißblühende Stauden sowie kleinere Gewächse wie Katzenminze angeordnet – im kommenden Herbst werden noch Zwiebelblumen eingesetzt. Die Säuleneiben hat die Baumschule Sennekamp, die übrigen Pflanzen die Gärtnerei de Jong geliefert.

Standortgerecht und insektenfreundlich

Die anderen drei Musterbeete der Vorgarteninitiative befinden sich ebenfalls an mehr oder weniger prominenten Standorten: am Rathaus, an der Edith-Stein-Hauptschule und dem Privathaus Münsterstraße 75. „Ein besonderes Augenmerk bei der Auswahl der Pflanzen legen wir auch auf die Aspekte standortgerecht und insektenfreundlich“, erklärt Klaus Dallmeyer.

In der Vorgarten-Initiative haben sich 2019 engagierte Sendener Bürger und örtliche Fachfirmen zusammengeschlossen, die die Natur zurück in die Vorgärten bringen wollen. Die Initiative will dem Trend zu Schottervorgärten begegnen und die Sendener Gartenbesitzer von den Vorteilen naturnaher Vorgärten überzeugen. Die Vorgarten-Initiative wird von der Gemeinde Senden unterstützt und bezeichnet die Zusammenarbeit als „sehr gut“.

Ansprechpartner bei der Vorgarten-Initiative sind Klaus Dallmeyer und Rolf Wiederkehr. Sie sind per E-Mail an vorgaerten-senden@web.de zu erreichen.

Initiative hilft bei der Anlage naturnaher und pflegeleichter Vorgärten

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