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Vollgepackt mit Hoffnung

Zwei Sprinter aus Ottmarsbocholt bringen Hilfsgüter für Bevölkerung

Ottmarsbocholt

150 Menschen haben sich in Ottmarsbocholt spontan zu einer WhatsApp-Gruppe zusammengeschlossen, um Hilfe für die Ukraine zu organisieren. Kurz darauf machten sich zwei Transporter mit Hilfsgütern aus dme Davertdorf auf den Weg nach Osten.

Neben den Sachspenden gaben die Ottmarsbocholter den Fahrern der Sprinter viel Hoffnung und Solidarität mit auf den Weg (v.l.): Marius Greive, Katharina Bracht mit Tochter Johanna und Sohn Jakob, Marcus Frank, Lilian Schmalenstroer und Hermann Jansen. Foto: Schmalenstroer

Zwei Sprinter haben Hilfsgüter aus Ottmarsbocholt auf den Weg in die Ukraine gebracht. Am Mittwoch waren die Transporter in Richtung Melle an der A 30 zu einem größeren Umschlagplatz gestartet. Sie waren voll bepackt mit Hilfsgütern für die ukrainische Bevölkerung - und mit einer großen Portion Solidarität und Hoffnung.

Die Hilfsbereitschaft in Ottmarsbocholt sei von Anfang an enorm gewesen, berichtet das Organisationsteam um Katharina Bracht, Sandra Greive, Ann-Kathrin Ellertmann, Kati Siebenhüner, Lilian Schmalenstroer und Susanne Wieging. Das Team hatte sich am Sonntagabend spontan zusammengesetzt und – inspiriert von Angeboten in der Region – am Montag im Dorf eine Sammelstelle eingerichtet. 150 Interessierte hatten sich zuvor innerhalb weniger Stunden in einer WhatsApp-Gruppe zusammengeschlossen.

Gleichzeitig nahm das sechsköpfige Kernteam Kontakt zu Hilfsorganisationen und Unternehmen auf, überprüfte Informationen und ihre Seriosität. Es stimmte vor allem den Bedarf und die Zeit- und Fahrpläne ab, damit die Hilfsgüter auch rechtzeitig am Umschlagplatz in Melle zum Weitertransport bis ins ukrainische Lemberg eintreffen.

Sachspenden werden jetzt nicht mehr angenommen

Innerhalb weniger Stunden kamen dann viele wichtige Sachspenden zusammen, auch die örtliche St. Urban Apotheke, die Zahnarztpraxis in Ottmarsbocholt, Edeka Tinz und Karnevalsgemeinschaften beteiligten sich.

Am Mittwochnachmittag wurden die Güter in zwei große Sprinter der Unternehmen Greive und Götterfunken verpackt und auf die Reise geschickt – mit der Hoffnung, damit möglichst vielen Menschen im Kriegsgebiet helfen zu können. Die Lkw-Hilfskonvois machten sich in der Nacht zum Donnerstag auf den Weg nach Lemberg. „Wenn dadurch auch nur ein Baby gefüttert, ein Kind satt, eine Familie gewärmt, ein Verletzter behandelt werden kann, haben wir Wichtiges bewirkt“, ist Lilian Schmalenstroer überzeugt.

Die Sammlung sei als erste Hilfe bewusst auf einen kurzen Zeitraum begrenzt gewesen. Jetzt werden keine weiteren Sachspenden mehr angenommen, weil die Helfer vor Ort mit der Materialflut überlastet werden. Lilian Schmalenstroer empfiehlt, sich in den kommenden Tagen weiterhin gut zu informieren und offen zu bleiben für die Aufgaben, die noch kommen können. Denn akute Hilfe im Krisengebiet sei das eine, nachhaltige Solidarität vor Ort ein anderer wichtiger Punkt in der Flüchtlingshilfe.

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