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Erweiterung des Wienkamps zeichnet sich ab

Vorm Bauen kommt die Baustraße

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Die Erschließung des Baugebietes Wienkamp II steht unmittelbar bevor. Sie beginnt mit den Arbeiten an einer rund 400 Meter langen Baustraße. Sie ermöglicht es, den Baustellenfahrzeugen und Lieferanten, die neuen Grundstücke zu erreichen, ohne über den zu schmalen Wienkamp zu müssen.

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Mit der Erstellung einer Baustraße von der Dorfbauerschaft aus starten die Erschließungsarbeiten für Wienkamp II. Foto: di

Eine gelbe Walze und zwei Hinweisschilder weisen schon darauf hin: „Wir haben mit dem beauftragten Unternehmen abgestimmt, dass die in den nächsten Tagen beginnenden Erschließungsarbeiten vollständig von hinten über die Dorfbauerschaft und keinesfalls über den bestehenden Wienkamp erfolgen“, teilt Dr. Christian Vogdt vom Projektträger Immobilius Projekt GmbH, mit.

Im Vorfeld sei mit der Gemeinde und dem Unternehmen ein Plan zur Verkehrsleitung und Baustellenbeschilderung erarbeitet worden. Die Verkehrsbehörde des Kreises Coesfeld habe auf dieser Basis eine entsprechende verkehrliche Anordnung getroffen. In den letzten Tagen wurden bereits Schilder aufgestellt.

Das Bauunternehmen hat zugesagt, seinen Lieferanten zusätzlich Lage- und Anfahrtspläne für seine Lkw-Fahrer zur Verfügung zu stellen und ausdrücklich auf die Situation hinzuweisen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. So soll verhindert werden, dass Baufahrzeuge in den Wienkamp einfahren, von wo aus es bis auf Weiteres auch keine Durchfahrtsmöglichkeit in die Erweiterungsfläche geben wird. Für die im Wienkamp bestehende Baustelle sowie Lieferverkehre für die dort lebenden Anwohner bleibt die Zufahrtsmöglichkeit selbstverständlich bestehen.

Klage gegen Bebauungsplan

Die Erschließungsarbeiten starten jetzt wie vorgesehen, obwohl vor Kurzem ein Antrag auf Normenkontrolle beim Oberverwaltungsgericht gestellt wurde. Dadurch soll die Rechtsgültigkeit des Bebauungsplans gerichtlich überprüft werden, teilt die Gemeinde mit. Klaus Stephan, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen und Umwelt, schätzt die Situation so ein: „Ich bin überzeugt, dass der Bebauungsplan für Wienkamp II korrekt erstellt wurde. Daher erwarte ich nichts anderes als eine Bestätigung des Bebauungsplans durch das Gericht.“

Um in das neue Baugebiet zu gelangen, wird nun zunächst eine circa 400 Meter lange rückwärtige Bauzufahrtsstraße gebaut, über die dann sämtliche Erschließungsarbeiten, die Erweiterung des Regenrückhaltebeckens und anschließend auch die Hochbauarbeiten auf den Baugrundstücken erfolgen.

Für die Querung des Baches Dümmer werden für die Bauzeit ausreichend dimensionierte Rohre eingebaut, die in einigen Jahren wieder entfernt werden. Vogdt betont in seiner Verlautbarung: „Wir haben mit allen Beteiligten in den letzten Wochen richtig Tempo gemacht, damit die Erschließungsarbeiten soweit wie möglich vor Beginn der nassen und kalten Jahreszeit stattfinden können. Viele Grundstücksinteressenten würden gern noch in den Genuss des auslaufenden Baukindergelds kommen. Außerdem soll durch das zügige Vorgehen sichergestellt werden, dass soweit eben möglich auch die Hochbauarbeiten der Bauherren über die rückwärtige Bauzufahrtsstraße erfolgen.“

Auf Nachfrage bei der Gemeinde spreche auch angesichts eines jüngst eingereichten Normenkontrollantrags auf gerichtliche Überprüfung des Bebauungsplans nichts gegen dieses Vorgehen. Eine weitere Verzögerung sei weder im Sinne der Sendener Familien, die hier bauen wollten, noch der Mehrzahl der Anwohner, die erwarteten, dass dies über die rückwärtige Baustraße geschehe. „Mit der Firma Dallmann hat die Gemeinde Senden erst jüngst bei der Neugestaltung des Laurentius-Kirchplatzes sehr gute Erfahrungen gemacht. Daran wollen wir im Interesse der bisherigen und auch der zukünftig neuen Wienkamp-Bewohner anknüpfen. Im Sinne aller Beteiligten sind wir den Eigentümern der landwirtschaftlichen Flächen sehr dankbar, die uns die rückwärtige Baustellenzufahrt über ihre Flächen erlauben“, so Projektentwickler Vogdt.

Auf der rund zwei Hektar großen Fläche entstehen 14 Einfamilienhäuser sowie zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils sechs Wohneinheiten, vier Wohnungen davon werden öffentlich gefördert und können nur mit einem Wohnberechtigungsschein gemietet werden.

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