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Vorläufige Umgestaltung der Biete

Vulkane müssen weichen

Senden

Seit Jahren laufen Überlegungen, die Biete attraktiver zu gestalten. Umfassende bauliche Maßnahmen wird es zwar erst 2024/2025 geben. Erste Schritte zur Verwandlung sollen schon früher starten. So sollen demnächst die gepflasterten Hochbeete (Vulkane) weichen.

Von Dietrich Harhues

Bei der Umgestaltung der Biete sollen die gepflasterten Pflanzvulkane entfernt und durch mobile Blumenbehälter ersetzt werden. Foto: di

Die Biete bietet viel – was der Bevölkerung aber noch stärker ins Bewusstsein gerückt werden soll. Seit Jahren laufen Überlegungen, die Fläche aufzuwerten, die zwar im Zentrum Sendens, aber im Schatten des „echten“ Ortskerns liegt. Eine umfassende bauliche Umgestaltung steht im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) auf der Agenda – dürfte aber erst in den Jahren 2024/2025 verwirklicht werden. Mit dem einstimmigen Votum im Ausschuss für Wirtschaftsförderung soll die Verwandlung schneller gehen.

Platz für Veranstaltungen in der Biete schaffen

Um die Biete besser zu nutzen, sie durch Veranstaltungen oder Freiluft-Gastronomie besser in Szene zu setzen, gilt es, erst mal auf dem Areal Freiräume zu schaffen. Ihnen sind bisher die gepflasterten Hochbeete im Weg. Diese im Fachjargon Pflanzvulkan genannte Platzdekoration werde entfernt, die Fläche „provisorisch, aber sauber“ wieder geschlossen, wie Sonja Seidler aus dem Team der kommunalen Wirtschaftsförderung den Mandatsträgern erläuterte.

„Da muss man was tun“, hob die Wirtschaftsförderin einleitend in der Sitzung hervor. Der Plan, der nun umgesetzt werden soll, hat sich durch den externen Blick auf die Fläche ergeben. Im Rahmen der Kooperation mit dem Netzwerk Innenstadt fand im Mai in Senden ein Experten-Workshop statt, in dem die Idee entwickelt wurde, die festen und sperrigen Beete durch mobile, teils mit Sitzmöglichkeiten ausgestatteten Pflanzbehälter zu ersetzen. Die vorhandenen Felsenbirnen als Zierbäume könnten dabei erhalten bleiben, gab Seidler die Einschätzung des Bauamtes wieder. Für den Vulkan-Rückbau und die mobilen Begrünungselemente veranschlagt die Verwaltung Kosten in Höhe von rund 35 000 Euro, von denen 90 Prozent gefördert werden könnten.

Hoffnung auf zeitnahe Umsetzung

In der Politik kam das Konzept gut an. Achim Peltzer (SPD) ergänzte seine Zustimmung mit der Bitte an die Verwaltung, das Installieren von Wasserspendern im Innenhof der Biete und im Ortskern zu prüfen.

Das Feedback seitens der Händler und Gewerbetreibenden in der Biete sei „durchweg positiv“, gab Niklas Esser, Leiter des Sachgebiets Wirtschaftsförderung, Einzelhandel, Stadtmarketing und Tourismus, das Meinungsbild wieder.

Wenig ansehnlich: Die Rückseite der Biete soll einladender gestaltet werden. Foto: di

Diese Einschätzung bestätigt Andreas Halsbenning von Optik, Uhren, Schmuck Büttner, auf Anfrage der WN. „Alle sind hellauf begeistert“, fasst er die Haltung der Gewerbetreibenden in dem Bereich zusammen. Halsbenning hofft, dass „zeitnah etwas passiert“. Franz-Josef Wisner, Chef von „Gesunde Schuhe Wisner“ in der Biete, schlägt gegenüber der Lokalredaktion einen weiten zeitlichen Bogen: „Das haben wir schon vor 15 Jahren gefordert.“

Mehr Platz und Flexibilität für Events oder mobile Gastronomie – das ist ein Vorteil, der sich mit dem Wandel ergibt. Zudem wies Seidler darauf hin, dass auch der Wochenmarkt neu konfiguriert und auch in die Biete verlagert werden könnte. Dass jetzt Verkaufsstände wie ein Riegel das Entree zur Biete blockieren (ebenso wie den Blick auf das Eiscafé am Brunnenplatz) könnte dann der Vergangenheit angehören – wenn die Vulkane „erloschen“ sind.

Bebauungspläne „Biete“ und „Ortskern“ regeln Nutzung

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