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Schnellbus-Haltestelle an der A 43

Wartehäuschen weicht Baustelle

Bösensell

Alles andere als komfortabel ist derzeit die stark genutzte Schnellbushaltestelle an der Autobahn in Bösensell. Das Wartehäuschen musste einer Baustelle weichen – und Fahrgäste stehen ungeschützt bei Wind und Wetter auf engem Raum.

-fro-

Provisorium: Die stark genutzte Haltestelle Brocker Feld nahe der Autobahnauffahrt in Bösensell musste teilweise den Bauarbeiten zur Stroetmann-Anbindung weichen. Foto: Thomas Fromme

„Nächster Halt an der Baustelle“ – so könnte die Ansage für Fahrgäste lauten, wenn sich die Schnellbusse der Linien S 90 und  X 90 aus Richtung Senden der Haltestelle Brocker Feld nähern. Nahe der A 43-Auffahrt gegenüber vom Mitfahrerparkplatz musste das Wartehäuschen bereits abgebaut werden. An der Stroetmann-Großbaustelle gibt es stattdessen jetzt eine provisorische Haltestelle.

„Können Sie mir sagen, wo die Haltestelle in Fahrtrichtung Münster ist?“, fragte eine Frau den WN-Redakteur am Mitfahrerparkplatz. Tatsächlich muss man von dort aus genau hinschauen, um die nur mit einem kleinen gelb-grünen Schild ausgezeichnete Haltestelle auf der anderen Seite der Bundesstraße zu entdecken.

Haltestelle wird für Straßenausbau nach hinten verlegt!

Wer dann – hoffentlich ordnungsgemäß an der Fußgängerampel – die B 235 überquert hat und die Haltestelle erreicht hat, muss dort ungeschützt vor Wind und Wetter warten.

Aufgrund der Neugestaltung der B 235, die wie berichtet deutlich breiter wird und unter anderem eine zusätzliche Ausfahrtsspur für das Stroetmann-Logistikzentrum erhält, muss die Haltestelle schrittweise nach hinten „ins Feld“ verschoben werden, erläuterte RVM-Sprecher Tino Nitsch. „So kann zumindest die Haltestelle aufrechterhalten werden. Wir gehen davon aus, dass alle verkehrsrechtlichen Rahmenbedingungen ordnungsgemäß umgesetzt wurden“, sagte Nitsch auf die Frage, ob RVM mit dieser Lösung zufrieden sei.

Provisorium bis März

Die Inbetriebnahme der „neuen“ und weiter nach hinten verlegten Haltestelle sei für Ende März geplant, so Nitsch. Bis dahin müssten die Fahrgäste mit dem Provisorium leben.

Die Haltestelle in Fahrtrichtung Senden auf der anderen Straßenseite soll während der Bauphase wenige Meter in Richtung P+R-ParkPlatz verschoben werden. Die vorhandene Qualität bleibe aber erhalten. „Im Planungsprozess sind mit vielen Beteiligten zahlreiche Varianten in Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Verkehrsplanung und Sicherheit in Betracht gezogen worden. Die zukünftigen Ampelschaltungen werden noch einmal optimiert – und für die querenden Fußgänger wird eine bessere Möglichkeit der Grünanforderung mit eingeplant“, sagt RVM-Sprecher Nitsch zum Ausbau der Straße, an dem es vor allem mit Blick auf die Erreichbarkeit der Haltestelle aus der Politik Kritik gab.

Bei der letzten Fahrgastzählung 2021 wurden trotz damals starker Coronafolgen an einem Tag 52 Einsteiger an der Haltestelle Brocker Feld gezählt. Diese Zahl dürfte mittlerweile wieder deutlich höher liegen.

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