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Friedensgemeinde sagt sämtliche Weihnachtsgottesdienste ab

„Wir feiern auf anderen Wegen“

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Das Presbyterium der Friedensgemeinde ist der Empfehlung der Evangelischen Landeskirche gefolgt und sagt neben den evangelischen Gottesdiensten auch die Beteiligung an den geplanten ökumenischen Gottesdiensten ab. Stattdessen gibt es auf der Homepage der Kirchengemeinde diverse Online-Angebote, die Ermutigung und Trost spenden sollen

Siegmar Syffus

Pfarrer Stefan Benecke (l.) und Pfarrer Klemens Schneider bedauern, dass wegen der Corona-Auflagen in diesem Jahr keine ökumenischen Weihnachtsgottesdienste gefeiert werden können. Foto: Siegmar Syffus

„Es war eine Entscheidung, über die im Presbyterium intensiv diskutiert wurde und die uns allen nicht leichtgefallen ist“, bedauert Pfarrer Stefan Benecke, dass (wie berichtet) sowohl die evangelischen Weihnachtsgottesdienste als auch die gemeinsam mit der katholischen Laurentius-Gemeinde geplanten ökumenischen Gottesdienste abgesagt werden mussten. Schweren Herzens habe sich das Presbyterium einstimmig entschlossen, der Empfehlung der Evangelischen Landeskirche zu folgen, angesichts der angespannten Corona-Situation keine Gottesdienste zu feiern. „Da ist es konsequent, auch die ökumenischen Gottesdiensten abzusagen“, bedauert Stefan Benecke. „Gerne hätten wir zu Weihnachten ein gemeinsames Zeichen gesetzt.“

Katholische Gottesdienste verlegt

Folgende katholischen Gottesdienste an Heiligabend mussten verlegt werden:In Ottmarsbocholt findet der 15 Uhr-Wortgottesdienst nicht in der Kirche, sondern davor als Freiluft-Gottesdienst statt. Die 16 Uhr- und 17 Uhr-Gottesdienste bleiben in der Kirche. Die bei Vollmer geplanten Gottesdienste finden um 16 Uhr auf der Rasenfläche hinter dem Pfarrheim beziehungsweise um 18 Uhr in der Kirche statt.Senden: Die Gottesdienste am ersten Feiertag um 8.30 Uhr und um 11.15 Uhr finden nicht in der Steverhalle, sondern in der Kirche statt.Freie Plätze gibt es noch für den Familienwortgottesdienst um 15 Uhr in der Steverhalle, den Wortgottesdienste um 15 Uhr vor St. Urban und den Gottesdienst um 16 Uhr im Pfarrgarten St. Urban sowie für den Wortgottesdienst um 16 Uhr in Bösensell. Anmeldungen sind am Samstag und am Montag, jeweils von 9 bis 12 Uhr im Pfarrbüro,  0 25 97 / 291, möglich.

Die geplanten evangelischen Gottesdienste finden zwar nicht statt. „Aber Weihnachten fällt deshalb nicht aus. Wir feiern in diesem Jahr auf anderen Wegen“, betont Stefan Benecke und weist auf folgende Angebote hin: In der Friedenskirche wird am Dienstag (22. Dezember) eine etwa 15-minütige Weihnachtsbotschaft vor der Krippe aufgezeichnet. Dieses Video kann zu Weihnachten auf der Homepage der evangelischen Kirchengemeinde angeschaut werden. Dort ist auch eine „Heiligabendandacht zu Hause“ abrufbar, zusätzlich können Lieder „angeklickt“ werden. Auf der Homepage werden an den Weihnachtsfeiertagen, den Sonntagen sowie zu Silvester kurze Andachten bereitgestellt. Ferner möchte die evangelische Kirchengemeinde (mindestens bis zum 10. Januar) eine WhatsApp-Gruppe anbieten, in der Interessierte Text- und Filmbotschaften posten können, die Ermutigen und Trost spenden sollen. „Offene Friedenskirche“ heißt es an Heiligabend und Weihnachten. Dann besteht die Möglichkeit, eine Kerze zu entzünden und ein Gebet in ein bereitgelegtes Buch zu schreiben: Heiligabend von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr, am ersten Weihnachtsfeiertag von 10.30 bis 12 Uhr und am zweiten Weihnachtsfeiertag von 15 bis 17 Uhr.

„Auch ich hatte mich auf die ökumenischen Gottesdienste gefreut, es wär ein tolles Zeichen der Verbundenheit gewesen“, hebt Pfarrer Klemens Schneider ausdrücklich hervor. Bezüglich der katholischen Gottesdienste befinde er sich im Zwiespalt: „Ich weiß, dass sie den Menschen Heimat und Licht geben. Doch obwohl wir alle Hygienevorschriften einhalten, ist es nicht risikolos.“ Sein besonderer Dank gelte den Ehrenamtlichen, die sich als Ordner zur Verfügung stellen. „Nur durch ihre Unterstützung ist es möglich, dass wir die Gottesdienste überhaupt feiern können. Sonst wäre es tatsächlich ein stille Nacht“, führt der Geistliche aus.

Aus organisatorischen Gründen bittet Klemens Schneider die Besucher, etwa 20 Minuten vor Beginn der Gottesdienste und komplett in den angemeldeten Hausständen zu erscheinen. Ein Mund-Nasenschutz sei unbedingt zu tragen. Wer die Kommunion empfangen möchte, möge einen Teller für die kontaktfreie Entgegennahme der Hostie mitbringen. Zum Besuch der Krippe sind die katholischen Kirchen über Weihnachten bis 17 Uhr geöffnet.

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