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Appell des Bürgermeisters angesichts steigender Flüchtlingszahlen

Wohnraum und Dolmetscher dringend gesucht

Senden

Bisher sind 256 Geflüchtete aus der Ukraine in Senden untergebracht worden. Mittlerweile sind freie Unterkünfte knapp, zumal weitere Menschen Schutz in der Gemeinde suchen. Auch Dolmetscher werden gesucht. Bürgermeister Sebastian Täger bittet die Bevölkerung um Unterstützung.

Bürgermeister Sebastian Täger setzt auf die Solidarität der Menschen in der Gemeinde Senden. Foto: sff

„Die Situation spitzt sich zu. Mittlerweile sind die Plätze in gemeindlichen Unterkünften annähernd vergeben. Beinahe täglich treffen Menschen in Senden ein, die eine Bleibe suchen. Denn die Zuweisungszahlen des Landes NRW an die Gemeinde sind sehr stark gestiegen.“ So eindringlich beschreibt Bürgermeister Sebastian Täger in einer Pressemitteilung die derzeitige Situation in der Gemeinde Senden.

256 ukrainische Flüchtlinge untergebracht

Er stellt aber auch klar, wie gut die Unterbringung von geflüchteten Menschen eigentlich bisher bewältigt wurde: „Seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs sind 256 Ukrainer in Senden untergebracht worden. Wir haben neben den bestehenden gemeindlichen Unterkünften bereits drei vollständige Häuser zusätzlich angemietet. Darüber hinaus haben sich einige Bürgerinnen und Bürger im Frühjahr bei uns gemeldet und freien Wohnraum angeboten. Viele haben auch direkt Freunde oder Verwandte aus der Ukraine in ihren Haushalt aufgenommen.“ Darüber hinaus kämen auch aus anderen Ländern Flüchtlinge in die Gemeinde Senden, die ebenfalls ein Dach über dem Kopf brauchen.

Dank für selbstlose Hilfe

Der Bürgermeister bittet alle Bürgerinnen und Bürger freie Häuser, Wohnungen oder Einliegerwohnungen bei der Gemeinde zu melden: „Erfahrungsgemäß ist die Unterbringung so deutlich besser zu leisten. Ich danke allen, die die Geflohenen auch in ihre eigene Wohnung aufgenommen haben und so selbstlos helfen. Aus Sicht der Verwaltung suchen wir aber vor allem abgeschlossene Wohnräume.“ Vielleicht seien jetzt in der Nebensaison auch einige Ferienwohnungen frei, die entsprechend von der Gemeinde angemietet werden könnten, so Täger.

Der Gang zum Arzt, zum Rathaus oder anderen Behörden oder in die Kita stellt Menschen mit geringen Kenntnissen der deutschen Sprache immer wieder vor große Schwierigkeiten. Daher werden dringend Menschen gesucht, die als Dolmetscher unterstützen können, heißt es in der Pressemitteilung.

Wer sich vorstellen kann, hin und wieder bei den alltäglichen Besorgungen zu unterstützen, oder Wohnraum melden möchte, schickt eine E-Mail an: info@senden-westfalen.de.

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