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Bürgerstiftung sponsert Rotkreuzdosen

Zugriff auf Informationen kann Leben retten

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Die Rotkreuzdose, die mit vielen relevanten Infos, im Kühlschrank aufbewahrt wird, kann Leben retten. Darauf wiesen DRK, Bürgerstiftung Senden und Netzwerk Alter, Pflege, Demenz hin. Sie ziehen für die weitere Verbreitung der Dose an einem Strang.

Stellen das gemeinsame Projekt für die Verbreitung der Rotkreuzdose vor (v.l.): Susanne Espenhahn (Gemeinde Senden/Netzwerk), Ina Droste zu Senden und Heiner Haverkamp (beide Bürgerstiftung Senden) sowie Dirk Wallkötter und Richard Schneider (beide DRK Senden). Foto: di

Profis wie Richard Schneider wissen, was sie tun müssen. Wenn sie wissen, was sie dafür wissen müssen. In Notfällen, betont der Sendener Rotkreuzleiter, kommt es auf schnelles und richtiges Handeln an. Doch längst nicht immer verfügen die Einsatzkräfte über die notwendigen Informationen. Abhilfe schafft die Rotkreuzdose, die sich auch in Senden stärker durchsetzen soll. Das ist das erklärte Ziel von DRK, Bürgerstiftung Senden und dem Netzwerk Alter, Demenz, Pflege.

Denn: Schneider, hauptamtlich als Notfallsanitäter tätig, beantwortet die Frage, ob die Dose Leben retten kann, mit einem „ja, definitiv“. Er kennt aus seinem Alltag im Rettungsdienst, dass die Unterlagen mit medizinisch relevanten Informationen und weiteren Angaben oft nicht vollständig, die Patienten oder ihre Angehörigen nervös oder gar in Panik sind. Nicht selten, gibt es zudem nicht mal weitere Bewohner und das Opfer zum Beispiel eines Infarktes oder Schlaganfalls ist nicht ansprechbar

Die Rotkreuzdose schafft da Abhilfe. Sie wird im Kühlschrank aufbewahrt, den die Rettungskräfte in praktisch jeder Wohnung leicht finden. In dem Kunststoffbehälter schlummert ein Datenblatt, das zuvor gewissenhaft ausgefüllt und durch weitere Papiere ergänzt werden kann. Vorlagen, die am Computer gut leserlich ausgefüllt und dann ausgedruckt werden können, stehen auf der DRK-Seite ebenfalls zur Verfügung. Es geht nicht nur um Informationen auf Vorerkrankungen, Allergien und Medikamentenpläne, sondern beispielsweise auch um Hinweise auf Haustiere und Kontakte zu Personen, die benachrichtigt werden sollen.

Ein markanter Aufkleber an Wohnungstür und Kühlschrank weist den Rettern den Weg zur womöglich lebensrettenden Dose.

250 von ihnen sind ab jetzt gratis erhältlich bei der DRK-Geschäftsstelle, Münsterstraße 11, bei der Gemeinde Senden, und bei Aktionen des Netzwerkes Alter, Demenz, Pflege. Der Bürgerstiftung Senden war es ein Anliegen, die Verbreitung der Rotkreuzdosen zu fördern, weshalb die Stiftung 750 Euro in das Projekt investiert, das Vorsitzende Ina Droste zu Senden und Heiner Haverkamp, Vorsitzender des Stiftungsrates, mit den Partnern DRK und Netzwerk jetzt vor der Presse vorstellten. Die Rotkreuzdose sei nicht nur für die ältere Generation sinnvoll, betonten die Projektbeteiligten: „Die Haltung, mir passiert schon nichts, kann eine Fehleinschätzung sein.“

Im Anschluss an die Sponsoring-Phase ist die Dose weiterhin beim DRK Senden erhältlich.

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