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Viele Plakate sämtlicher Parteien in Senden beschmiert

„Zusammenstehen und klar Position beziehen“

Senden

Zuerst galten die Attacken mit der Sprühdose vor allem den Grünen, jetzt sind alle demokratischen Parteien betroffen. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

-di-

Ebenfalls beschmiert: Das Regenbogen-Banner der KLJB Senden. Foto: di

Günter Mondwurf, Vorsitzender des Gemeindeverbandes Senden der CDU, ist nicht nur betroffen, sondern eher schon alarmiert. Denn nicht nur seine Partei wurde jüngst wieder Opfer von Schmierereien, herabsetzenden Sprüchen oder irreführenden Kommentaren, sondern auch die anderen Parteien. Deshalb sendet er einen doppelten Appell aus: „Alle demokratischen Kräfte müssen zusammenstehen und klar Position beziehen“, aber auch die Bevölkerung solle „mit einem wachsamen Auge einen fairen Wahlkampf unterstützen“.

Die Attacken gegen Plakate seien aggressiver geworden. Für Mondwurf sind sie „erbärmlich“. Denn wer bei Nacht und Nebel die Sprühdose zücke, scheue wohl die Sachdiskussion. „Man kann sich inhaltlich streiten“, animierte der Gemeindeverbandsvorsitzende zum Austausch über Positionen. Das Übersprühen oder Ergänzen von Plakaten durch populistische Sprüche nennt Mondwurf „feige“.

Da in Senden alle Parteien betroffen sind, vermutet er Anhänger der Querdenker-Bewegung hinter den Sachbeschädigungen. Neben politischen Plakaten wurde auch das Regenbogen-Banner der KLJB Senden verunziert. Mit Herzen statt Hetze wurden die Hinterlassenschaften von der Landjugend übertüncht und teils auch entfernt. Als erstes zielten die Sprühdosen-Attacken – wie berichtet – auf die Wahlwerbung der Grünen, die ebenfalls, wie jetzt die CDU, auf Fairness und sachliche Diskurse pochten.

Die Polizei Münster, wo der Staatsschutz angesiedelt ist, erkennt zumindest in Teilen, dass nicht bloßer Vandalismus, sondern eine politische Motivation hinter den Schmierereien steht, bestätigt Polizeisprecher Jan Schabacker auf WN-Anfrage. „Wir sind da dran“, weist Schabacker darauf hin, dass Ermittlungen laufen.

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