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Firmvorbereitung in St. Laurentius läuft an

Zuversicht trifft auf Tiefgang

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„Finde deinen Standpunkt“ lautete das Motto der Firmvorbereitungen, die jetzt unter Leitung von Rosalia Rodrigues anlaufen. 125 Jugendliche aus allen Ortsteilen sind eingeladen. Anders als im Vorjahr, als die Angebote digital stattfanden, soll nun wieder mehr Normalität einkehren.

Von Dietrich Harhues

Bei ihr laufen die Fäden für die Firmvorbereitung zusammen: Pastoralreferentin Rosalia Rodrigues, die von Vierbeiner Gloria im Büro begleitet wird. Foto: di

Standpunkte verlangen Standfestigkeit – jedenfalls, wenn sie einmal eingenommen worden sind. Der Weg, seine eigenen Werte zu verankern, erfordert manchmal einen Lotsen. Nicht die genaue Route vorgeben, wohl aber den groben Kurs abstecken – diese Rolle kommt Rosalia Rodrigues zu, die die Firmvorbereitung in der Pfarrgemeinde St. Laurentius als Pastoralreferentin koordiniert, und weiteren Mitstreitern zu. Ihre Einladung an die Jugendlichen in der Pfarre lautet: „Finde deinen Standpunkt.“ Wie viele der 125 jungen Leute, die angeschrieben worden sind, der Einladung folgen, zeigt sich am Mittwoch (19. Januar) um 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Laurentius.

Gemeinschaft erleben

Alle Gemeindeangehörigen, die zwischen dem 1. Juli 2005 und dem 30. September 2006 geboren sind, haben Post von der Pfarre erhalten. Rodrigues geht davon aus, dass sich – wie in den Jahren zuvor – etwa 70 bis 80 von ihnen dafür entscheiden, nach Taufe und Kommunion auch noch das Sakrament der Firmung gespendet bekommen zu wollen.

Anders als im Vorjahr – als die Etappen bis zum Firmgottesdienst komplett digital absolviert wurden – soll in 2022 wieder mehr Normalität zurückkehren. Die Pastoralreferentin setzt auf Zuversicht für die Veranstaltungen und gibt zu: „Ich bin müde davon zu sagen: Das machen wir nicht wegen Corona.“

Und das „Machen“ ist jetzt ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitungsmodule, von denen sechs angeboten werden. Ob beim Klettern Herausforderungen meistern oder die Go(o)d´s Vibration in der Musik aufzuspüren, ob auf dem Jakobsweg von Senden bis Borken pilgern oder ein „Spiri Wochenende“ verbringen – Gemeinschaft erleben und Gespräche über Gott und die Welt gehören immer dazu.

Regelmäßig fortlaufende Gruppenstunden gibt es nicht, sondern Wochenend-Events, die den Zusammenhalt stärken und den Austausch fördern, sowie Angebote mit Workshop-Charakter, die bis zu fünf Mal stattfinden. Hinzu gebucht werden können die Liturgische Nacht am 18. März (wer will, kann in der Kirche schlafen) und Jugendgottesdienste.

Freiwilligkeit statt Verpflichtung

Auf Freiwilligkeit statt Verpflichtung setzt die Pfarre dabei: So sind Teilnahmen außer an einem ausgewählten Modul den Firmanden überlassen. Ein Aufgabe allerdings müssen alle angehenden Firmlinge absolvieren – ein soziales Projekt stemmen. Das kann von der einmaligen Einkaufshilfe für eine Nachbarin bis zum andauernden Engagement in einem Verein reichen. Die Pastoralreferentin erwartet einen Effekt bei den Jugendlichen. Dass sie merken: „Gutes tun, tut gut“ – für Adressaten wie Akteure.

Die Firmvorbereitung endet mit den Gottesdiensten mit Weihbischof Stefan Zekorn (am 29. Mai in Senden und am 4. Juni in Bösensell).

Auf die Tage mit den Heranwachsenden freut sich Rosalia Rodrigues: „Das ist genau mein Ding.“ Trotz der Vorliebe für die reale Begegnung hat die Theologin ein vielfältiges digitales Repertoire auf mehreren Kanälen für die Gemeinde ertüftelt.

Das Firm-Katecheten-Team bilden: Anna Bockloh, Judith Goerlich, Jürgen Markert, Linus Wensing, Marie Saremba, Steffi Roggert, Marie-Helen Vorspohl, Monika Wellermann, Ralf Rotermund und Rosalia Rodrigues.

„Let‘s talk & pray“

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