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Bebauungsplanänderung auf den Weg gebracht

Zuwachs am „Dillenbaum“

Ottmarsbocholt

Auf einer gemeindeeigenen Fläche am Kreisverkehr „Dillenbaum“ sollen drei Doppelhäuser errichtet werden. Dazu hat der Bezirksausschuss Ottmarsbocholt soeben eine dazu notwendige Bebauungsplanänderung auf den Weg gebracht.

Von Ulrich Reismann

Diese noch freie gemeindeeigenen Fläche an der Ascheberger Straße nahe des Kreisverkehrs Dillenbaum sollen künftig mit drei Doppelhäusern bebaut werden. Hierfür ist jedoch erst noch eine Änderung des Bebauungsplans notwendig. Die hat der Bezirksausschuss Ottmarsbocholt jetzt auf den Weg gebracht hat. Foto: ure

Um weiteren Wohnraum zu schaffen, nicht zuletzt aber auch, um Einnahmen für die Gemeindekasse zu generieren, sollen nun die letzten, noch freien gemeindeeigenen Grundstücke an der Nordseite der Ascheberger Straße – in direkter Nähe zum Kreisverkehr „Dillenbaum“ – an Bauwillige verkauft werden.

Bevor das geschehen kann, ist jedoch zunächst eine Änderung des Bebauungsplanes erforderlich. Diese wurde jetzt im Bezirksausschuss auf Antrag der CDU-Fraktion auf den Weg gebracht – mit dem Ziel, dass auf der Freifläche später drei Doppelhäuser errichtet werden können.

Es waren mehrere Faktoren, die einer Bebauung dieses Bereichs bislang im Wege gestanden haben.

Teilfläche vom Landesbetrieb erworben

Zunächst mussten verschiedene Kanal- und Wasserleitungen aus dem Bereich der Baugrundstücke heraus- und dann zusammengelegt werden. Des Weiteren befand sich eine Teilfläche an der Ascheberger Straße noch im Besitz des Landesbetriebs Straßen NRW; sie wurde mittlerweile von der Gemeinde erworben. „Dadurch haben wir unsere Hausaufgaben gemacht“, erklärte der stellvertretende Bauamtsleiter Klaus Mende auf WN-Nachfrage. Somit ist es nun möglich geworden, das Baufenster in dem Bebauungsplan entsprechend zu vergrößern, was Johannes Rave (CDU) wichtig war. Denn: „Wir sollten so weit es geht nach vorne rücken, damit die Hausbewohner nach hinten hin möglichst viel Platz bekommen, um dort dem Lärm der Straße zu entkommen“.

Doppelhäuser statt Mehrfamilienhaus

Die uneingeschränkte Unterstützung der SPD brachte Ludger Janning zum Ausdruck. Die Grünen hätten es nach den Worten von Dr. Evelyn Stauch dagegen „schöner gefunden“, wenn dort anstelle eines Doppelhauses „auch ein kleines Mehrfamilienhaus“ vorgesehen würde. Dafür hatte es keinen Konsens mit dem Straßenbaulastträger gegeben. Der Landesbetrieb befürchte dann durch das Mehr an Einheiten im Wohngebiet „Dillenbaum“ zu viele Auf- und Abfahrten von Pkw auf die Ascheberger Straße (Landesstraße), was dann möglicherweise Rückstaueffekte im Kreisverkehr verursache, so Klaus Mende gegenüber unserer Zeitung.

Aber auch aus städtebaulicher Sicht sei drei Doppelhäusern mit einer Traufhöhe von 4,50 Metern der Vorzug zu geben, so Fachbereichsleiter Carsten Busche, weil sich diese wegen ihrer geringeren Kubatur harmonisch in die Umgebung einfügten. Bei Enthaltung der Grünen wurde diesem Konzept zugestimmt.

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