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Zwangspause bei den Arbeiten im Bürgerpark

Still ruht der See an den Teichen

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Mit rund 120.000 Euro schlägt die Umgestaltung beziehungsweise Sanierung der Teiche im Sendener Bürgerpark zu Buche. Witterungsbedingt ruhen die Arbeiten. Wann die gesperrten Bereiche im Park wieder betreten werden können, ist noch offen.

Aktuell ruhen die Arbeiten an den drei Teichanlagen im Bürgerpark – wie hier am Gymnasium. Sobald die Witterung es erlaubt, soll die Sanierung abgeschlossen werden und der Park wieder komplett zugänglich sein. Foto: Thomas Fromme

Der reichliche Regen seit Mitte Dezember ist ein Segen – doch nicht für jeden. Für Garten- und Landschaftsbauer etwa bedeutet der durchweichte Boden vielerorts, dass sich Arbeiten verzögern. Ein Beispiel ist die Baustelle im Sendener Bürgerpark. Dort werden an drei Stellen Teichanlagen derzeit saniert beziehungsweise gründlich umgebaut (WN berichteten). „Doch im Moment ist es aufgrund der sehr nassen Witterung nicht möglich, dort zu arbeiten“, erklärte Erwin Oberhaus von Tiefbauamt der Gemeinde auf WN-Nachfrage, warum es derzeit an den Teichen heißt: Still ruht der See.

Der weitere Zeitplan hänge ebenfalls von der Witterung ab. Am Wochenende soll die Situation neu eingeschätzt werden. „Die Firma steht Gewehr bei Fuß. Wichtig ist, dass bei den Arbeiten kein Flurschaden entsteht“, so Oberhaus, der vor allem auf den Baum- und Wurzelschutz verweist.

So hinderlich die Regenmengen für den Baufortschritt auch sind, so hilfreich sind sie für die Teiche. Denn sie sollen sich vor allem mit Regenwasser füllen. Zusätzlich wird eine Grundwasserpumpe installiert, die aber nur bei extremer Trockenheit Wasser speisen soll.

Die Gesamtwasserfläche der drei Anlagen am Pastorat, am Gymnasium und am Cabrio wird von 2100 auf etwa 1050 Quadratmeter halbiert. Die zu erhaltenden Bereiche sind zum Teil bereits tiefer ausgehoben und mit einer 30 Zentimeter starken tonigen Lehmschicht aufgebaut worden. Zudem sollen die Uferzonen naturnah gestaltet werden und aus Sicherheitsgründen teilweise flache Böschungen erhalten.

Die vergangenen Jahre mit zu wenig Regen hatten dazu geführt, dass die Teiche irreparabel trockengefallen waren. Im sandigen Untergrund im Bürgerpark versickerte das Wasser schnell. Und bei sinkenden Pegelständen konnte zuletzt im Sommer aus der Stever kein Wasser mehr zum „Nachfüllen“ entnommen werden.

Pump-Brunnen am Pastorat

Beton-Ablaufschächte liegen am Teich zwischen dem alten Pastorat und der Stever schon bereit. Sie sind für einen Pump-Brunnen und für einen Pump-Schacht bestimmt, die gebaut werden, damit das Wasser umgewälzt und in ein Schilfbett abgeleitet werden kann. So soll der Sauerstoff-Gehalt der Teiche gesichert werden.

Die Kosten für die auf rund 40 Arbeitstage angesetzte Maßnahme beziffert die Gemeinde auf etwa 120 000 Euro. Wann die Arbeiten beendet und der Bürgerpark wieder komplett zugänglich ist, sei angesichts der Abhängigkeit vom Wetter und Materialengpässen schwer zu sagen, so Oberhaus. „Wenn die Baufirma wieder anfangen kann, werden noch etwa zwei bis drei Wochen bis zum Abschluss benötigt.“

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