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Mutmaßlicher Tankstellenräuber gefasst

Tatverdächtiger aus dem Bett geholt

Kreis Coesfeld

Der Tankstellenräuber, der am 7. Dezember innerhalb von einer Stunde gleich drei Tankstellen in Ascheberg, Senden und Nordkirchen überfallen hat, ist wohl gefasst. So kamen die Ermittler auf die Spur des mutmaßlichen Täters.

Von Ralf Repöhler

Die Polizei hat den mutmaßlichen Tankstellenräuber festgenommen. Foto: IMAGO / onw-images

Die Mitarbeitenden von Tankstellen vor allem im südlichen Münsterland atmen auf: Die Polizei hat am Freitag den möglichen Serientäter gefasst, der für elf vollendete und versuchte Tankstellen-Überfälle in nur 14 Tagen im vergangenen Dezember – unter anderem in den Kreisen Coesfeld und Warendorf – verantwortlich sein soll. Dreimal stand er allerdings vor verschlossenen Türen, wurde aber trotzdem von Kameras gefilmt.

Spezialkräfte der Polizei überraschten den 21-jährigen Tatverdächtigen nach Informationen unserer Redaktion kurz nach sechs Uhr in der elterlichen Wohnung in Selm. Den Haftbefehl hatten die Ermittler neben dem Durchsuchungsbeschluss gleich dabei, nachdem sich der Verdacht in den vergangenen Tagen erhärtet hatte, bestätigt Polizeisprecherin Britta Venker (Coesfeld).

Fahrzeug führte zum mutmaßlichen Räuber

Trotzdem wird der Mann spätestens am Samstag dem Haftrichter vorgeführt, der den Haftbefehl noch einmal verkünden wird. Die Ermittler seien dem möglichen Serientäter durch sein Auto, einen schwarzen Nissan Micra, der an der Schürze auffällig beschädigt und mit dem der Mann bei den ersten Raubüberfällen vorgefahren sei, auf die Spur gekommen.

Die Polizisten durchsuchten die Wohnung und nahmen ein Handy mit, das möglicherweise auch zu der jungen Frau führen könnte, die den Mann bei den letzten beiden Taten begleitet haben soll. Die Ermittler trafen die Frau nicht in der Wohnung an. „Die Ermittlungen zu einer möglichen Mittäterin dauern an“, sagte Venker.

Auf Geld und Zigaretten abgesehen

Bei den Überfällen hatte der Täter den Tankstellen-Mitarbeitenden eine silberfarbene Pistole ins Gesicht gehalten. Ob sie funktionstüchtig oder geladen war, weiß die Polizei bislang nicht. Die Sprecherin machte keine Angaben dazu, ob in der Wohnung eine Waffe gefunden wurde.
Der Täter hatte es bei der Überfallserie auf Tankstellen auf Geld und Zigaretten abgesehen.

Die Serie begann am 7. Dezember, als binnen einer Stunde drei Tankstellen in Nordkirchen, Senden und Ascheberg überfallen wurden. Es folgten vollendete und versuchte Überfälle in Dortmund, Datteln, Lüdinghausen, erneut Dortmund, Werne, Kamen, erneut Nordkirchen und Sendenhorst.

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