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Maßnahmen zur Steigerung der Biodiversität

14 340 Quadratmeter Blühflächen

Altenberge

An zahlreichen Stellen werden beziehungsweise wurden bereits Blühflächen angelegt. Insgesamt sollen 1,4 Hektar eingesät werden.

Martin Schildwächter

Auch an den Eichen am Wohngebiet Krüselblick wurde kürzlich eine Blühfläche angelegt. Foto: mas

In den vergangenen Jahren wurden bereits in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Rettet die Wildbienen“ in Altenberge einige Blühflächen angelegt. Doch nun kommen etliche Flächen hinzu. Die Gemeindeverwaltung hat kommunale Areale überprüft, ob sie geeignet sind, dort Blühwiesen anzulegen. Das Ergebnis: „Insgesamt werden 14 340 Quadratmeter innerstädtische Flächen in Blüh- und Wildblumenwiesen umgewandelt“, heißt es in einer Stellungnahme der Gemeinde, die am Montagabend von Anke Meier, Umweltbeauftragte der Gemeinde, im Ausschuss für Klima-, Arten- und Umweltschutz, Mobilität, vorgestellt wurde.

Wildblumen

Die Flächen werden beziehungsweise wurden bereits vom Bauhof vorbereitet und eingesät. „Im ersten Jahr sieht es oft noch nicht so gut aus“, sagte Anke Meier. Im zweiten Jahr kommen die Wiesen dann „richtig zur Geltung“, so die Umweltschutzbeauftragte. Die Blüh- und Wildblumenwiesen werden vom Bauhof gepflegt und ein oder zwei Mal im Jahr gemäht. Das Schnittgut wird anschließend abgeräumt. Die Flächen werden mit Infotafeln gekennzeichnet.

Bürgermeister

Die Kommunalpolitiker im Vorfeld darüber zu informieren, wo Blühflächen angelegt werden sollen, das hält Bürgermeister Karl Reinke für nicht erforderlich, wie er am Montagabend betonte. FDP und CDU befürworten wie Grüne und SPD auch Blühwiesen, die eine oder andere Fläche sei aber „diskussionswürdig“, so Benedikt Schulze Hülshorst, Fraktionsvorsitzender der CDU.

Die Gemeinde präsentierte am Montagabend Karten, auf denen zu entnehmen ist, wo künftig Blühflächen angelegt werden sollen.

Des Weiteren informierte Anke Meier über die Rückgewinnung von Ackerrandstreifen. Die Grünen hatten 2016 einen entsprechenden Antrag gestellt. Ein Arbeitskreis hatte unter Beteiligung der Landwirte in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung nach Lösungen gesucht, wie mit der Fremdnutzung von öffentlichen Flächen durch Dritte umgegangen werden soll. Oft werde hier Ackerbau betrieben, der zu Lasten der Biodiversität gehe. Das Ergebnis: Die Fremdnutzer, in der Regel Landwirte, können den „ökologischen Schaden“ nicht an Ort und Stelle, sondern an anderen Orten, die die Landwirte zur Verfügung stellen, umsetzen, „um die Biodiversität nachhaltig im Gemeindegebiet zu steigern“, heißt es in einem Flyer der Gemeinde. Die Flächen werden zunächst von der Verwaltung begutachtet und die ökologische Aufwertung in sogenannten Werteinheiten umgerechnet. Danach richtet sich der Entschädigungsbetrag, den der Landwirt von der Gemeinde erhält. Pro Jahr stehen im Haushalt der Gemeinde 5000 Euro für Kompensationsmaßnahmen zur Verfügung.

Insgesamt könnten 177 Flächen (insgesamt 8,2 Hektar), die bislang fremd genutzt werden, ausgeglichen werden. Erste Maßnahmen sind für dieses Jahr geplant, kündigte Anke Meier an. So sollen beispielsweise in Kümper auf einer Fläche von 4648 Quadratmetern extensives Grünland angelegt und 15 Obstbäume gepflanzt werden.

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