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Rat stimmt für Geburtsbäume

„Alleskönner“ für Neugeborene

Altenberge

Die Eltern von Neugeborenen sollen künftig einen sogenannten Geburtsbaum kostenlos erhalten.

-mas-

Obstbäume sollen Eltern von Neugeborenen erhalten. Foto: mas

Was die Stadt Freiburg kann, das wird in ähnlicher Form bald auch in Altenberge möglich sein: In der Stadt an der Dreisam wird jedem Neugeborenem ein Apfel-, Birnen- oder Kirschbaum geschenkt, ein sogenannter Geburtsbaum. Ähnlich wird nun in Altenberge verfahren. Die Grünen hatten bereits im Februar einen entsprechenden Antrag auf den Weg gebracht und die Stadt Freiburg als Beispiel genannt.

Artenvielfalt

In der jüngsten Ratssitzung wurde einstimmig beschlossen, dass künftig jedes neugeborene Kind mit dem Begrüßungsschreiben der Gemeinde einen Gutschein für einen Obstbaum erhält. Die Eltern können zwischen Hochstamm, Säulenobstbaum und Spindelbaum (der sich auch für einen Balkon eignet) entscheiden, so Anke Meier, die Umweltschutzbeauftragte der Gemeinde. So können auch Familien ohne einen eigenen Garten von dem Angebot profitieren. An einem oder an zwei Terminen im Jahr sollen Eltern künftig die Obstbäume abholen.

Die Anschaffung eines Obstbaumes kostet etwa 50 Euro, sodass die Gemeinde mit etwa 5000 bis 6000 Euro Kosten pro Jahr rechnet. Je nach Haushaltslage soll jeweils das Geld für die Geburtsbäume eingestellt werden.

Gutschein

Abstand genommen haben die Kommunalpolitiker von einer Variante, die die Grünen ins Spiel gebracht hatten, die sich allerdings nicht umsetzen lässt. Sie hatten vorgeschlagen, dass die Bäume auf einer gemeindeeigenen Fläche gepflanzt werden könnten (vergleichbar mit den Jubelwiesen). Da hierfür jedoch dauerhaft nicht genügend Flächen zur Verfügung stehen, hatte die Gemeindeverwaltung von dieser Idee abgeraten.

Geburtsbäume, so die Grünen, seien nicht „nur eine schöne Tradition“, sondern sie tragen „auch dazu bei, die Artenvielfalt und Biodiversität zu fördern“, heißt es in der Begründung ihres Antrags. „Obstbäume sind wahre Alleskönner.“ Sie spenden nicht nur Schatten, sondern bieten „Lebensraum und Nahrung für Mensch und Tier“.

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