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Sammlung für die Ukraine von Dienstag bis Samstag an der Kirchstraße 24

„Altenberge hilft“

Altenberge

Bürgermeister Karl Reinke (l.) und Pfarrer Stepan Sharko stellten am Montag die Aktion „Altenberge hilft!“ vor. Von Dienstag bis Samstag werden an der Kirchstraße 24 Hilfsgüter entgegengenommen. Sharko lebt seit 2009 mit seiner Familie in Altenberge und kommt aus der Ukraine.

Von Martin Schildwächterund

Rufen zur Spendenaktion für die Ukraine auf (v.l.): Ordnungsamtsleiterin Ingrid Menden, Bürgermeister Karl Reinke und Pfarrer Stepan Sharko. Foto: mas

„Wie können wir vor Ort helfen?“ Mit dieser Frage beschäftigt sich Bürgermeister Karl Reinke seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine. Am gestrigen Montag ging dann alles ganz schnell. Ein Anruf bei Stepan Sharko, der aus der Ukraine stammt und als Priester in der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist arbeitet, und schon wurde eine Hilfsaktion für die Menschen in der Ukraine gestartet: Unter dem Motto „Altenberge hilft! – Sammlung für die Ukraine“ können ab dem heutigen Dienstag bis Samstag (1. bis 5. März) Hilfsgüter an der Kirchstraße 24 (ehemals Ernstings Family) abgegeben werden. Dabei handelt es sich um eine Gemeinschaftsaktion der Gemeinde, der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist und des Ladens „Von Mensch zu Mensch – Schönes, Nützliches, Günstiges“.

Krieg

„Die Bereitschaft, etwas Konkretes zu tun, ist hier sehr groß“, sagt Stepan Sharko, der mit seiner Familie seit 2009 in Altenberge lebt. Am vergangenen Mittwoch kehrte Stepan Sharko von einer seit Langem geplanten Reise aus der Ukraine zurück. Er habe damit gerechnet, dass der Konflikt vielleicht im Osten der Ukraine ausbricht. „Dass nun das ganze Land bombardiert wird, das ist schon dramatisch“, sagt Sharko, der rund 60 Kilometer von Lemberg in einem kleinen Dorf ganz in der Nähe zur polnischen Grenze aufgewachsen ist.

Die in Altenberge gesammelten Güter werden zunächst nach Münster gebracht. Dort werden Mitglieder der ukrainischen Kirchengemeinde und des Vereins Ukraine-Hilfe Münster die Spenden mit Lkw zunächst Richtung Polen bringen. Anschließend werden die Spenden auf Bullis oder Pkw verteilt und dann in die Ukraine gebracht, sagt Stepan Sharko.

Wohnungen

Wie Ordnungsamtsleiterin Ingrid Menden mitteilte, hat die Gemeinde am Montag damit begonnen, ein Gebäude an der Lindenstraße so herzurichten, dass dort zwei geflüchtete Familien unterkommen könnten. Für den Fall der Fälle wolle die Gemeinde vorbereitet sein, so Bürgermeister Karl Reinke.

Kleidung, Lebensmittel und vieles mehr

Zudem können sich Bürgerinnen und Bürger, die Zimmer oder Wohnungen für geflüchtete Menschen aus der Ukraine zur Verfügung stellen möchten, bereits jetzt bei der Gemeinde melden. Dazu sollte eine E-Mail mit Angabe der Telefonnummer an Ingrid.Menden@altenberge.de geschickt werden. Die Ordnungsamtsleiterin wird eine Liste erstellen und sich bei Bedarf melden.

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