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Neubau der Grundschule: Aktueller Planungsstand Thema im Bildungsausschuss

Teilabriss ist bereits in Sicht

Altenberge

Regelmäßig werden die politschen Gremien der Gemeinde Altenberge über den aktuellen Planungsstand der neuen Grundschule informiert. Am Montagabend setzte Projektleiter Stefan Setzer die Mitglieder des Bildungsausschusses über die Ergebnisse der Abstimmungsgespräche mit den jeweiligen Arbeitsgruppen in Kenntnis.

Von Matthias Lehmkuhl

So soll der Vorplatz der neuen Grundschule aussehen. Foto: farwick+grote Architekten

Projektleiter Stefan Setzer vom Ahauser Planungsbüro Farwick + Grote Architekten ist regelmäßig Gast in den politschen Gremien der Gemeinde Altenberge und informiert die Kommunalpolitik über den aktuellen Stand der neuen Grundschule. Am Montagabend setzte der Fachmann die Mitglieder des Bildungsausschusses über die Ergebnisse der Abstimmungsgespräche mit den jeweiligen Arbeitsgruppen in Kenntnis.

Ausführungsplanung

„Wir befinden uns seit Oktober vergangenen Jahres in der Ausführungsplanung“, erläuterte Stefan Setzer den aktuellen Stand. In den vergangen Wochen gab es Planungsbesprechungen für die Haustechnik, die die provisorische Energieversorgung während der Bauphasen und die neue Einrichtung für den Neubau behandelten. In der Lenkungsgruppe wurde die Entwurfsplanung mit den Lernbereichen, Klassenzimmern, dem Forum und dem Verwaltungstrakt präsentiert.

Darüber hinaus gab es Abstimmungsgespräche über die Materialwahl für die Fassaden, Boden- und Wandbeläge sowie für die Verbindungsgänge, für die sich die Schulleitung ein Wechselspiel von offenen und geschlossenen Bereichen als Witterungsschutz vorstellt.

Verwaltungsbereich

Außerdem stimmte man sich über die Architektur des Verwaltungsbereichs mit Sekretariat, Büros, Besprechungszimmer, Kopier- und Sanitätsraum, der OGS und des Archivs ab. Auch der Förderbereich mit dem „Regenbogenraum“ und Therapieraum gehörte dazu. Für den Elektrobereich gab es Abstimmungsgespräche mit der Schulleitung über die Deckenleuchten und über die Anzahl sowie die Position der Steck- und Datendosen in den Klassenzimmern.

Bei der Planung der Außenanlagen ergaben sich für die Schulleitung noch Fragen zum Raum für Spiel- und Außengeräte, zur gewünschten Picknickwiese und der Einfriedung. Offen geblieben sei, ob der künftige Sportplatz einen Tartanbelag erhalte, sagte Setzer. „Wir wollen aber die Kostenschätzung für die Außenanlagen einhalten“, zeigte Bürgermeister Karl Reinke auf, dass die finanziellen Spielräume eng gefasst sind.

Leistungsverzeichnisse

„Wir sind dabei, die jeweiligen Ausführungspläne im Maßstab 1:50 anzufertigen, die Grundlage für die Erstellung der Leistungsverzeichnisse sind“, hob Setzer hervor, der anschließend schilderte, welche Vergabeeinheiten für die gesamte Maßnahme vorgesehen sind. Zunächst werden die Abbruch- und Erdarbeiten vergeben.

Thomas Mücke, Leiter des Fachbereichs III/Hoch-/Tiefbau und Gebäudemanagement in der Gemeindeverwaltung, informierte die Ausschussmitglieder über die vorbereitenden Maßnahmen für den Teilabbruch der ehemaligen Hauptschule: „Vom 14. bis 21. Februar werden wir abschließend die Versorgungsleitungen verlegen und danach das Gebäude langsam leerräumen.“ Vor dem Abriss wird das ortsansässige Beratungs-, Laboranalytik- und Prüfunternehmen Wessling das Gebäude auf Schadstoffe untersuchen.

Vergabeeinheiten

Die weiteren Vergabeeinheiten sind der Rohbau in zwei Abschnitten, die technische Gebäudeausstattung, die Ausbauarbeiten, ebenfalls in zwei Abschnitten, und am Ende die Außenanlagen.

In der anschließenden Diskussion echauffierten sich einige Mitglieder des Bildungsausschusses und Bürgermeister Karl Reinke über die Ansicht der Liberalen, dass die Kosten für die neuer Schule aus dem Ruder liefen (wir berichteten).

„Die in der Öffentlichkeit kursierenden Zahlen kommen nicht aus der Verwaltung“, betonte Bürgermeister Reinke. Auch nach mehrmaligem Nachfragen, ob mittlerweile eine aktuelle und genauere Kostenschätzung existiere, meinte Projektleiter Stefan Setzer, dass er dazu noch nichts sagen könne. Bürgermeister Reinke ging davon aus, dass es neue Förderprogramme des Landes geben werde.

Ursula Kißling von den Bündnisgrünen wies abschließend darauf hin, dass die neue Grundschule kein Luxus sei und hob hervor, dass es nach Auffassung ihrer Fraktion keine Kostenexplosion gebe.

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