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Energieexperte gibt Tipps zum Thema Heizung

Alternativen gefragt

Altenberge

Rund um das Thema Heizung ging es im Bürgerhaus, als der Experte Franz Wennemann Tipps gab.

Von Rainer Nix

Franz Wennemann informierte detailliert zum Thema Heizungsmodernisierung. Dabei stellte er auch den Einbau von Wärmepumpen vor. Foto: IMAGO

Welche Heizung passt zu meinem Haus? Diese Frage stellt sich beim Neubau eines Gebäudes, bei der Sanierung eines Altbaus oder auch, wenn die alte Heizung 15 Jahre oder älter sein sollte. Dabei geht es nicht nur um Wärmeeffizienz, sondern auch um die langfristige Verfügbarkeit von Brennstoffen und Fragen der Preisentwicklung.

Mittlerweile ist der Tausch Öl- gegen Gasheizung und Gas gegen Gasheizung nicht mehr empfehlenswert. Bei der Erneuerung eines Heizsystems sind zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen, die je nach individuellen Gegebenheiten mit Fachleuten besprochen werden sollten.

Wärmepumpe

Am Dienstagabend lud die Gemeinde Altenberge in Kooperation mit dem Kreis Steinfurt Interessierte zu einem Vortrag ins Bürgerhaus ein. Referent war Sanierungsexperte Franz Wennemann vom kreisangehörigen Verein „Energieland 2050“. Bürgermeister Karl Reinke begrüßte zahlreiche Bürgerinnen und Bürger.

Insgesamt betrachtet ist die Auswahl an Wärmeerzeugern groß und reicht von Wärmepumpen, Pelletheizungen und Hybridlösungen bis hin zur Brennstoffzelle. „Ich verzeichne großen Beratungsbedarf zum Thema Wärmepumpen“, berichtete Wennemann. Sie sind für Alt- und für Neubauten eine Alternative. Wer eine Wärmepumpe in Altbauten installieren will, sollte vorher einen geringen Energieverbrauch sicherstellen. „Vor beziehungsweise beim Einbau von Wärmepumpen sollte eine Heizlastberechnung des Hauses und der einzelnen Räume vorgenommen werden“, rät der Experte. Vergrößert man die Heizkörperflächen, lassen sich die Vorlauftemperaturen senken. Überdies ist der Einbau eines Pufferspeichers in Erwägung zu ziehen.

Dämmung

„Grundsätzlich ist Wärmedämmung sehr wichtig“, betonte Wennemann. Das ist aus umwelttechnischen Gründen ebenso bedeutsam wie auf Grund der Tatsache, dass die Energiepreise voraussichtlich nicht sinken werden. Geringer Energieverbrauch kann unter anderem durch Dämmungsmaßnahmen der oberen Geschossdecke, Rolladenkästen, Heizkörpernischen und Kellerdecken erreicht werden. Auch über einen Fensteraustausch sollte nachgedacht werden, wenn die alten nicht mehr den energetischen Anforderungen entsprechen. Für ungedämmte Altbauten ist der Einbau von Hybridheizungen eine Alternative. Dabei werden verschiedene Wärmeerzeuger miteinander kombiniert.

„Beschäftigen Sie sich mit den Energiesparmöglichkeiten speziell für Ihr Haus“, rät Wennemann. Ist eine neue Anlage eingebaut, ist es wichtig, die Technik und Einstellmöglichkeiten genauer zu kennen, um alle Vorteile nutzen zu können.

Abschließend ging er auf verschiedene Fördermöglichkeiten der Heizungsmodernisierung in NRW ein. Vor der Entscheidung für eine Heizungsvariante sollte ein unabhängiger Energieberater zu Rate gezogen werden. Erste Fragen beantwortet auch Franz Wennemann (E-Mail: franz.wennemann@kreis-steinfurt.de).

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