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Runder Tisch Asyl und Migration

Am Leben teilnehmen

Altenberge

Das Engagement, Flüchtlingen in Altenberge das Leben zu erleichtern, ist nach wie vor groß. Beim Treffen des Runden Tisches „Asyl und Migration“ wurden weitere Aktivitäten geplant. Dazu gehört unter anderem ein Sprachkursus für Frauen. Zudem setzt sich eine Gruppe junger Leute für Jugendliche ein.

Sigrid Terstegge

Voll besetzt war das Karl-Leisner-Haus am Mittwochabend. Einige Altenberger mussten an Stehtischen „Platz nehmen“. Foto: ter

Das große Engagement, Flüchtlinge und Asylsuchende in Altenberge zu unterstützen, ist ungebrochen: Für einige Frauen und Männer, die am Mittwochabend zu der Veranstaltung des Runden Tisches „Asyl und Migration“ ins Karl-Leisner-Haus kamen, gab es nur noch Stehplätze. „Ich bin schwer beeindruckt über die vielen neuen Gesichter hier“, freute sich Ulrike Reifig, Vorsitzende des Lokalen Bündnisses für Familien, der den Runden Tisch ins Leben gerufen hatte.

Zunächst gab Thorsten Jokuff, zuständig für Asylangelegenheiten in der Gemeinde, einen statistischen Überblick: „Derzeit sind 84 Personen im Asyl- beziehungsweise Asylfolgeverfahren.“ In der nächsten Woche werden noch sechs Personen hinzukommen, so Jokuff. Die meisten Personen sind zwischen 20 und 35 Jahre alt, 60 Personen sind Männer.

Wohnungsprobleme gibt es im Moment noch nicht, meinte Jokuff auf Nachfrage. Die Zimmer könnten zwei- bis dreifach belegt werden. Anerkannte Asylbewerber sind laut Auskunft von Ulrike Reifig auch teilweise in leerstehenden Appartements untergebracht worden, die kostenlos zur Verfügung gestellt wurden.

Ein neues Projekt stellte Lennart Nieweler vor. „YOUth of integration“ nennt sich eine Gruppe Jugendlicher, die sich für junge Flüchtlinge einsetzt. „Wir möchten, dass die Flüchtlinge aus ihren Unterkünften herauskommen und am Leben teilnehmen“, erklärte Nieweler den Ansatz ihrer Aktivitäten. Um Informationen über ihre Gruppe und die Projekte zu verbreiten, werden soziale Netzwerke genutzt. So gibt es eine Facebook-Seite, die eigene Homepage wird gerade aufgebaut. „Wir freuen uns natürlich auch über die Unterstützung von Leuten mit Erfahrung“, bekräftigte Nieweler. Schließlich wären die Mitglieder des Projekts selber gerade mal 17 und 18 Jahre alt. Die Gruppe sucht zudem einen Raum.

Neu ist ebenfalls das geplante Frauenfrühstück am 24. September (9 Uhr, Gemeindehaus an der evangelischen Kirche), dem Sprachkurse nur für Frauen folgen sollen. „Bisher erreichen wir mit den Sprachkursen ausschließlich die Männer“, bedauerte Reifig. Als wichtiger Bestandteil von erfolgreicher Integration soll daher speziell für Frauen ein Sprachkurs angeboten werden.

An verständlicher Information über das Leben in Deutschland soll es den Flüchtlingen auch nicht mangeln. Also stellte Franziska Mahlmann vom „Familienbündnis“ Flyer und Broschüren in zahlreichen Sprachen vor. „Und wenn es nur darum geht, wie eine Ampel funktioniert“, erläuterte Mahlmann.

Ulrike Reifig informierte zudem über geplante Workshops des Familienbündnisses. So wird am 28. September (Montag) und am 12. Oktober (Montag) jeweils ab 18 Uhr eine Studentin der Islamwissenschaften im Karl-Leisner-Haus über diese Religion berichten. Eine Anmeldung ist erforderlich. Am 20. September (Sonntag) wird es beim „Caritastag“ der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist auf dem Kirchplatz Möglichkeiten zur Information geben.

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