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Neuausrichtung der Werbegemeinschaft

Auf dem Weg zum Dienstleister

Altenberge

Die Werbegemeinschaft stellt sich gerade neu auf. Von der ehrenamtlichen Eventagentur zum Dienstleister. Am Ende soll auch ein neuer Name stehen.

Das Unternehmerfrühstück, hier ein Bild von der jüngsten Veranstaltung bei Wecon, ist für den Vorstand ein gutes Beispiel dafür, wie das Netzwerken gelingen kann. Foto: Axel Roll

Sich vom Maibaumaufstellen über das Bergfest und das Moonlightshopping zum Nikolausmarkt hangeln – diese Zeiten sind für die Werbegemeinschaft Altenberge ein für alle mal vorbei. Als Veranstaltungsagentur abspecken, hin zum Dienstleister für die heimische Wirtschaft, das ist der Weg, den die neue Generation unter Führung von Norbert Fieke eingeschlagen hat.

Bei der nächsten Jahreshauptversammlung im Frühjahr soll die Neuausrichtung sich auch im Namen niederschlagen. Wie die Interessenvertretung dann heißen soll? „Das wissen wir nicht genau, wir sammeln noch Namen“, erläutert Fieke. Fest steht: Die als reiner Einzelhandelsverein gegründete Gemeinschaft möchte zum Ausdruck bringen, dass sie Repräsentant der gesamten örtlichen Wirtschaft ist.

„Netzwerken ist dabei ein wichtiger Faktor“, macht Sebastian Nebel als Wirtschaftsförderer der Gemeinde deutlich. Gutes Beispiel, wie das in der Praxis aussehen kann: Das Unternehmerfrühstück, das gerade zum dritten Mal stattgefunden. „Mit einer super Beteiligung“, wie Paul Everding, Zweiter Vorsitzender, betont. Die dritte Auflage fand beim Lkw-Aufbau-Produzenten Wecon statt (diese Zeitung berichtete). Das Programm bot neben Informationen über den Gastgeber und die aktuellen Entwicklungen im Ort genügend Zeit zum lockeren Gespräch untereinander.

Der Vorstand ist nicht nur stolz darauf, dass sich mittlerweile über 100 Firmen in die Mitgliederliste eingetragen haben. Allein in den letzten Monaten verzeichnet der Verein einen Zuwachs von zehn Prozent. Auch die Mischung lässt hoffen. Vom Einzelhändler bis zum großen Produktionsbetrieb sind alle Sparten abgedeckt. Der Vorstand ist überzeugt: Nur so lässt sich das ganz große Ziel, den Ort nach attraktiver zu gestalten, langfristig umsetzen.

Als politisches Sprachrohr sieht sich der Vorstand dabei – noch – nicht. „Dafür müssen wir intensiver unsere Hausaufgaben machen“, lacht Norbert Fieke. Und das lasse sich nicht von jetzt auf gleich erledigen. Schließlich ist das Führungsteam ausschließlich ehrenamtlich unterwegs. Die Aufgaben sind schon jetzt nicht von Pappe. Der Nikolausmarkt steht vor der Tür, der Altenberge-Gutschein, die Vorbereitung der neuen Satzung, die angesprochene Umbenennung. Die monatlichen Vorstandssitzungen reichen dafür nicht aus. Sebastian Nebel: „Wir haben kleine Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit den einzelnen Themenfeldern beschäftigen.“

Zum Stichwort abspecken fällt dem Führungsgremium spontan die Ausbildungsbörse ein. Norbert Fieke: „Die haben wir abgesagt.“ Eine Entscheidung, die nicht überall gut ankam. Mit der Folge, dass sich der Vorstand Gedanken gemacht hat, wie sie vielleicht in anderer Form durchgeführt werden könnte. Die Idee: Eine Börse per Bus. Der berufliche Nachwuchs könnte von Betrieb zu Betrieb chauffiert werden und direkt vor Ort in die einzelnen Berufsfelder hineinschnuppern.

Auch wenn die Schwerpunkte im Augenblick neu gesetzt werden – Bergfest, Moonlightshopping und Nikolausmarkt sollen den Altenbergern auf jeden Fall erhalten bleiben. Paul Everding: „Das sind die Zugpferde im Terminkalender der Gemeinde.“

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