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Hedwig Wiesmann sammelt weiter Briefmarken für guten Zweck

Auf die Zacken kommt es an

Altenberge

Seit vielen Jahren sammelt Hedwig Wiesmann Briefmarkten für den guten Zweck. Der Erlös kommt Projekten der Steyler Missionare zugute.

Sigrid Terstegge

Hedwig Wiesmann (l.), Hans-Dieter und Roswitha Boos zeigen eine kleine Auswahl der gesammelten Alben. Foto: ter

Geschnitten, gerissen oder geordnet – das ist die Frage. Dabei geht es nicht um Käse oder Wurst, sondern um Briefmarken. Wie man mit gebrauchten Briefmarken noch Gutes tun kann, ist den Altenbergern und in benachbarten Gemeinden schon lange bekannt. Hedwig Wiesmann sammelt die kleinen Papierstückchen und lässt sie den Steyler Missionaren zukommen. „Am Wahlsonntag war ich noch bei Alfons Schnell und habe seine Sammelalben abgeholt“, erzählte sie am Sonntag. Im Flur stapelten sich bereits wieder Kisten, Kästen und Kartons mit Briefmarkenalben und losen bunten Papierchen, um abgeholt zu werden.

Raritäten

War bisher Pater Georg Pierk einmal im Jahr aus Straelen an der holländischen Grenze gekommen, um die Postwertzeichen abzuholen, so übernahmen das dieses Mal Hans-Dieter und Roswitha Boos aus Nettetal. Die beiden arbeiten ehrenamtlich für die Steyler Missionare St. Vinzenz Nettetal.

Viele Alben

Um mit dem Weiterverkauf Geld verdienen zu können, müssen die gesammelten Marken erst einmal in Form gebracht werden. „Ich schneide die ausgerissenen Briefmarken knapp an der Kante zum gezackten Rand entlang“, beschreibt Roswitha Boos. Dabei dürfen die Zacken auf keinen Fall beschädigt werden. „Bei den Alben müssen wir schauen, ob sie hochwertig sortiert sind oder nicht“, erklärt ihr Mann Hans-Dieter. Wenn nicht, dann müssen die Sammlungen ausgeräumt werden. Wenn schließlich alles geschafft ist, gibt es Händler, die mit den Postwertzeichen noch etwas anfangen können. „Allerdings lässt das Interesse doch nach“, bedauerte Boos. Junge Menschen sammeln kaum noch Marken.

34000 Euro

Immerhin hat der Verkauf im vergangenen Jahr gut 34 000 Euro eingebracht. Damit werden Projekte auf allen Kontinenten unterstützt, die von den rund 11 000 Steyler Missionaren und Missionsschwestern betreut werden. So lässt sich mit kleinen, bunten Papierschnipselchen noch viel Gutes erreichen.

Wer Briefmarken spenden möchte, kann sich bei Hedwig Wiesmann, Telefon 025 05/937 88 93, Westenfeld 117, melden.

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