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Pläne für Fünf-Gruppen-Kita im Bauausschuss vorgestellt

Auto-Vorfahrt an der Bahnhofstraße

Altenberge

Die Pläne für die neue Fünf-Gruppen-Kita in Trägerschaft der Kirchengemeinde St. Johannes Baptist stellte Martin Varwick vor.

Von Axel Rollund

Die Fünf-Gruppen-Kita könnte so aussehen. Das ist der Blick den Bahnhofshügel hoch, rechts würde die Bahnhofstraße vorbeiführen. Dort soll auch die Kurzzeitparkzone eingerichtet werden. Foto: Varwick

Ein Kindergarten mit fünf Gruppen? „Der benötigt für den Bring- und Hol-Verkehr der Eltern eigentlich eine eigene Autobahnabfahrt“, witzelte Martin Varwick. Da auf dem 2000 Quadratmeter kleinen Grundstück am Bahnhofshügel aber kein Platz für einen derart üppigen Zubringer ist, mussten sich die Planer der Kindertagesstätte etwas anderes überlegen. Das soll in diesem Fall ein langer Kurzzeitparkstreifen entlang der Bahnhofstraße sein, wie der Burgsteinfurter Unternehmer am Montagabend den Mitgliedern des Bauausschusses erläuterte.

2000 Quadrater Grundstück

Aber natürlich nicht nur das. Martin Varwick gab einen Überblick über das gesamte Bauprojekt – und erntete bei den Fraktionen keinen grundsätzlichen Widerspruch, höchstens interessierte Nachfragen. Um die geschätzten 120 Pkw-Bewegungen am neuen Baugebiet Bahnhofshügel Teil II im wahrsten Sinne des Wortes vorbeirauschen zu lassen, haben die Planer die Kita an den Rand, also entlang der Bahnhofstraße „verortet“, wie es heute unter Bau-Fachleuten so schön heißt.

Der optische Clou der Anlage: Der Autofahrer oder Spaziergänger, der die Bahnhofstraße entlangläuft oder fährt, nimmt erst einmal nur das Obergeschoss der Kindertagesstätte wahr, ist der Bau doch richtig in den Berg hineingebaut. Eine weitere Herausforderung für die Planer war die raumsparende Aufteilung auf den 2000 Quadratmetern Baugrund. So nimmt der Baukörper selbst nur eine Fläche von rund 800 Quadratmetern ein, der überwiegende Teil kann als Außenspielplatz genutzt werden.

Pkw-Stellplätze

Eltern, die künftig im neuen Baugebiet wohnen und ihre Kinder zur Kita bringen möchten, reisen am besten zu Fuß oder mit dem Rad an. Wie gesagt, der Pkw-Zubringerdienst läuft über die Bahnhofstraße. Zehn Längsstellplätze sind dort für das Ein- und Aussteigen vorgesehen. Das hat den Nebeneffekt, dass auf der Bahnhofstraße Tempo 30 eingerichtet werden kann. Für die Mitarbeiter der Einrichtung, die übrigens in Trägerschaft der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist liegt, sind fünf Parkplätze vorgesehen. Auf die Nachfrage aus dem Ausschuss, dass das ja wohl ein bisschen knapp bemessen sei, antwortete Martin Varwick: „Das entspricht aber den Vorgaben.“

Bahnhofstraße

Die Bahnhofstraße beschäftigte die Bauausschuss-Mitglieder noch aus einem anderen Blickwinkel: Wie die Planer, die mit der Abwicklung des Bebauungsplanverfahrens betraut sind, erläuterten, soll die Höhe der Gartenzäune und Hecken entlang der Hauptstraße auf 80 Zentimeter abgesenkt werden. Damit soll dem optischen Eindruck entgegengewirkt werden, der Autofahrer befinde sich in einem Tunnel. Durch die Öffnung dieser Schneise sollen sich die gefahrenen Geschwindigkeiten vermindern.

Im weiteren Bebauungsplanverfahren werden die Fraktionen das am Montag Gehörte intern beraten und dann im November beschließen.

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