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Wandgemälde (Mural) an der Bahnhofstraße offiziell an die Gemeinde übergeben

Autofahrer hupen anerkennend

Altenberge

Sieben Wochen lang, jeden Montag, ab Mai dieses Jahres wurde aus einer unauffälligen Betonwand entlang der Bahnhofstraße ein schmuckvolles Kunstobjekt. Am Montag ist diese Wandgemälde (Mural) der Gemeinde offiziell übergeben worden. Das Mural ist ein Projekt der Kulturwerkstatt Altenberge e.V./Jugendkreativwerkstatt mit Kindern und Jugendlichen.

Von Matthias Lehmkuhl

Am Montag fand die offizielle Übergabe des Wandgemäldes (Mural) an der Bahnhofstraße statt. Bürgermeister Karl Reinke, die Kunstschaffenden Moritz Stork und Martina Lückener sowie der Leiterin der Jugendkreativwerkstatt in der Kulturwerkstatt Altenberge Susanne Opp Scholzen und viele Jugendliche und Kinder, die an dem Projekt beteiligt waren Foto: Matthias Lehmkuhl

Entlang der Bahnhofstraße existieren viele Betonwände, die die jeweiligen in Hanglage befindlichen Grundstücke zur Straßenseite hin sichern. Eine 23 Meter lange Betonwand ist im Eigentum der Gemeinde, die zusammen mit dem Gemeinderat vor einiger Zeit die Fläche zur Bemalung freigegeben hatte.

22,5 Liter Fassadenfarbe

Seit Mai haben insgesamt 47 Kinder und Jugendliche mit den Künstlern Moritz Stork und Martina Lückener in 17 Workshops die hässliche Betonwand mit 22,5 Litern Fassadenfarbe bunt und bildhaft gestaltet. Am Montag wurde nun das fertiggestellte Wandgemälde (Mural) offiziell der Gemeinde übergeben.

„Wald“ war das Oberthema, für das die Jugendlichen Skizzen und Entwürfe angefertigt und mit Fassadenfarbe die zuvor graue Betonwand bemalt haben. Schritt für Schritt, jeden Montag, sieben Wochen lang wurde aus der unauffälligen Eingrenzung ein schmuckvolles Kunstobjekt. „Es war nicht absehbar, als wir das Projekt – initiiert von Moritz Stark – starteten, dass wir so viele Kinder und Jugendliche erreichen würden“, sagte Projektleiterin Susanne Opp Scholzen, Leiterin der Jugendkreativwerkstatt in der Kulturwerkstatt Altenberge.

Rückmeldungen

„Es war eine tolle Dynamik und hat viel Spaß gemacht. Es war absolut fantastisch, mit so viel talentierten und engagierten Kindern und jugendlichen zusammenarbeiten zu können“, meinte Moritz Stork. „Besonders stolz haben mich die Rückmeldungen gemacht, die wir hier erfahren haben. Menschen im Auto haben angehalten oder gehupt. Sogar ein Busfahrer machte einen Zwischenstopp, schaute sich die Bilder an und fuhr dann weiter. Ein Fahrer eines Tiefkühlkostwagens hat den Kindern und Jugendlichen sogar jedem ein Eis spendiert, als es so warm war. Nachbarn haben uns obendrein Sonnenschirme geliehen“, ergänzte der Künstler.

Likes

„Auch mir hat es viel Spaß gemacht. Vor allem, weil wir fast immer gutes Wetter hatten. Es war ein rundes Projekt“, meldete sich die Künstlerin Martina Lückener zu Wort. „Ich habe die meisten Likes in meinem Facebook-Eintrag bekommen, die ich jemals bekommen habe“, unterstrich Susanne Opp Scholzen, wie angesagt das Mural ist.

„Wir freuen uns sehr, dass diese Wand in so einer tollen Form verschönert worden ist. Die Jugendkreativwerkstatt hat erfolgreich gearbeitet und ihren Sinn und Zweck erfüllt, Kindern und Jugendlichen die Kunst nahezubringen und ihr Raum zu geben“, lobte Bürgermeister Karl Reinke die Aktion und versprach künftig weitere derartige Wände zur Verfügung stellen zu wollen.

Sinn und Zweck erfüllt

Susanne Opp Scholzen bemerkte noch abschließend: „Manch einer glaubt an professionelle Fassadengestaltung, aber nicht, dass Kinder und Jugendliche Mural gestaltet haben.“

Infos unter

Mural ist ein Projekt der Kulturwerkstatt Altenberge e.V./Jugendkreativwerkstatt mit Kindern und Jugendlichen. Gefördert wird es aus Mitteln des Bundes „Aufholen nach Corona“, die Teilnahme war dadurch kostenfrei. Die künstlerische Leitung lag bei Moritz Stork, der die Idee entwickelt hat.

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