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Diamantener Meisterbrief für Erich ten Brink

Besondere Auszeichnung

Altenberge

Diese Urkunde überreicht Martin Jostmeier, Geschäftsführer des Handwerkskammer-Bildungszentrum nur ganz selten: Erich ten Brink erhielt den „Diamantenen Meisterbrief“.

-mas-

Bei bester Laune zeigte sich Erich ten Brink (M.), der aus den Händen von Martin Jostmeier, Geschäftsführer des Handwerkskammer-Bildungszentrums, den Diamantenen Meisterbrief erhielt. Mit im Bild Ehefrau Katharina ten Brink. Foto: mas

Erich ten Brink kann sich noch gut daran erinnern, als er im Alter von 14 Jahren seine Lehre bei der Firma August Coler am damaligen Hindenburgplatz (heute Schlossplatz) in Münster begann. „Das war ja erst einige Tage nach Kriegsende“, so der 91-Jährige. Am 13. Mai 1945 begann der heute in Altenberge lebende ten Brink seine Kfz-Lehre – am 24. November 1961 folgte die Meisterprüfung als Kfz-Elektriker in Heide (Schleswig-Holstein). „Das ist auch für mich nicht alltäglich“, sagte Martin Jostmeier, Geschäftsführer des Handwerkskammer-Bildungszentrum in Münster, als er die Urkunde auspackte und den „Diamantenen Meisterbrief“ dem Jubilar in Altenberge überreichte.

Elektriker

In der heutigen Zeit kaum vorstellbar: Die Firma Cooler war 45 Jahre lang der Arbeitsplatz von Erich ten Brink, ehe er 1990 in den wohlverdienten Ruhestand ging.

Doch zurück zu den Anfängen. Die Gesellenprüfung legte ten Brink 1948 ab, anschließend bildete er sich zum Spezialisten für Elektro-Werkzeug-Instandsetzung weiter. Nach seiner Meisterprüfung 1961 wurde der Jubilar, der in Ramsdorf geboren, in Münster aufgewachsen ist und in Sprakel 33 Jahre mit seiner Ehefrau Katharina lebte, Leiter der Werkstatt Coler am Hansaring. Seine Fähigkeiten wurden geschätzt und gewürdigt: 1975 wurde ihm die Leitung des technischen Betriebes der Firma Coler am Daimlerweg übertragen.

Kultusministerium

Zudem engagierte sich Erich ten Brink über die Arbeit im Betrieb hinaus: Ab 1971 war er Vorsitzender des Gesellen-Prüfungsausschusses, ab 1977 außerdem Mitglied im Meisterprüfungsausschuss der Kfz-Elektriker. „Alleine für die Firma Coler hat er mehr als 25 Jahrgänge zur Gesellenprüfung geführt“, blickte Martin Jostmeier auf den Lebensweg des Kfz-Elektrikermeisters zurück. Zudem habe ihm die Handwerkskammer „wegen seiner Fähigkeiten viele Jahre die autoelektrische Ausbildung in den Meisterkursen anvertraut“, so Jostmeier. Erich ten Brink war auch überregional gefragt – er brachte sein Wissen beispielsweise im Landesinnungsverband und im Kultusministerium mit ein, hob der Handwerkskammer-Geschäftsführer Jostmeier hervor.

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