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Wohnungen sind in der Gemeinde nicht mehr zu bekommen

Container für Flüchtlinge

Altenberge

Die Flüchtlingssituation in Altenberge wird prekär. Jetzt sollen Container Entspannung bringen.

Von Axel Roll

Die Turnhallen im Ort sind bislang noch frei. Damit das auch so bleibt, plant die Gemeinde die Unterbringung von Flüchtlingen in einem Containerdorf. Foto: Axel Roll

Bürgermeister Karl Reinke sieht auf Deutschland im Allgemeinen und auf Altenberge im Besonderen eine größere Flüchtlingswelle zurollen als 2015. Darum sein Appell in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses: „Wir brauchen langfristige Lösungen.“ Das Hauptproblem sei dabei wie überall die Unterbringung der Menschen aus der Ukraine, aber auch aus Afghanistan, Syrien oder Albanien.

Darum sollen jetzt auf Gemeindegrund Container aufgestellt werden. Sie sollen Platz für rund 65 Personen bieten. Wo die Einheiten aufgestellt werden sollen, wollte die Verwaltung noch nicht konkret benennen. Nur so viel: „Zwei Standorte sind in der Diskussion.“ Container, so die Überzeugung des Bürgermeisters, seien die wirtschaftlichste Lösung.

Was man von den gerade umgesetzten Notlösungen nicht unbedingt behaupten kann. So habe die Verwaltung inzwischen Ferienwohnungen genauso anmieten müssen wie Hotelzimmer. Karl Reinke: „Die Mietausgaben, die die Gemeinde jetzt schon aufbringen muss, sind immens.“ Die Turnhallen sind derzeit noch alle frei – und sollen es so lange wie eben möglich auch bleiben.

Parallel ist das Team um die zuständige Fachbereichsleiterin Ingrid Menden unterwegs, um ganz normale Wohnungen anzumieten. „Da befinden wir uns aber in Konkurrenz zum freien Markt“, betonte Karl Reinke. Und der war schon vor der Flüchtlingskrise nicht gerade üppig bestückt mit freien Wohnungen.

In der vorvergangenen Woche hat Altenberge 27 Flüchtlinge aufgenommen. Das Dorf habe seine ihm auferlegte Quote zu 81 Prozent erfüllt. Die Verwaltung rechnet fest damit, dass noch weitere Zuteilungen erfolgen werden. Wie viele das am Ende des Tages sein werden, das kann derzeit niemand vorhersagen. „Das käme dem Blick in die Glaskugel gleich“, hatte Ingrid Menden schon im Sozialausschuss gesagt.

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