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André Fischer singt das deutsche Titellied für Netflix-Serie „Gormiti“

Der Auftrag kam per E-Mail

Altenberge

Musik ist die große Leidenschaft von André Fischer. Auf seinem Instagram-Account stellt er jede Woche einen neuen Cover-Song ein. Seine Stimme gefiel auch den Machern einer Netflix-Serie auf und sie engagierten ihn kurzerhand für das deutsche Titellied einer Serie. Der 21-Jährige hat aber auch noch viele weitere Pläne.

Peter Sauer

André Fischer spielte schon vor Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto: Peter Rausch

„Wir können es gemeinsam schaffen. Bleiben immer Freunde zusammen. Wir trotzen jedem Sturm.“ Voller Kraft und Zuversicht intoniert Singer-Songwriter André Fischer das deutsche Titellied der internationalen Netflix-Animationsserie „Gormiti“.

2000 Follower

Der Auftrag kam per E-Mail. „Die Macher der Serie hatten meine Musik bei Instagram gehört und meinten, ich wäre der richtige Sänger für die deutsche Fassung der Serie, weil ihnen meine Stimme gut gefällt“, sagt der Altenberger im Gespräch mit dieser Zeitung. Sein Fleiß hat sich gelohnt, denn der 21-Jährige stellt jede Woche einen neuen Cover-Song auf seinem Insta-Account ein. Hat allein dort 2000 Follower. Seine Interpretation des Michael-Schulte-Hits „You let me walk alone“ hat bei Youtube bislang 20 000 Klicks, und Schulte persönlich kommentierte Fischers Version mit „mega“.

So gestärkt macht sich der Altenberger, der gerade eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherung und Finanzen absolviert, an die Produktion seines Albums mit eigenen Kompositionen. Eine weitere Motivation war Fischers Auftritt – noch vor Corona – in Berlin auf der „Eine Welt“-Veranstaltung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Markus Lanz

Nur an seinem kleinen Reise-Keyboard spielte der Altenberger vor 250 hochrangigen Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft seinen Hit „Augen auf“, indem es um nachhaltigen Klimaschutz geht, der bei jedem einzelnen anfängt. „Markus Lanz hat mich ganz sympathisch auf Augenhöhe interviewt, und Bundeskanzlerin Angela Merkel saß in der ersten Reihe“, erinnert sich André Fischer. Und was war mit Lampenfieber? „Nicht mehr als sonst“, sagt Fischer. „Das Büfett war halt größer als sonst.“

André Fischer

Die Produktion seines neuen Albums (eigentlich für den Frühsommer vorgesehen) liegt wegen des Coronavirus nun auf Eis. Zwar arbeitet der Altenberger in seinem Dachgeschosszimmer gerade an sechs Songs gleichzeitig, doch wegen der Kontaktsperre fehlen Bandproben, Auftritte und die Möglichkeit, aktuelle Videos zu drehen. „Die Kontaktsperre-Regeln sollte man auf jeden Fall einhalten“, rät er auch seinen Fans, „und man sollte auch hier das Beste aus der Situation machen“.

Joggen

Und wie nutzt André Fischer selbst die Corona-Zeit? „Ich gehe regelmäßig mit meiner weißen Schäferhündin Nanouk zwischen Altenberge und Nienberge joggen, mache Fitness im Garten und komponiere weiterhin Filmmusik, zum Beispiel für die Masterarbeit eines Studenten an der Filmhochschule Köln und als Demo. Manchmal sitze ich an einem Track eine Woche, weil immer noch neue Ideen hinzukommen.“ Und wegen Corona fiel auch seine Zwischenprüfung zum Kaufmann für Versicherung und Finanzen aus. „Wir haben aber trotzdem alle bestanden.“

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