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Umfrage: Bürger sprechen sich für bestehende Regelung aus – Politiker auch

Der gelbe Sack bleibt

Altenberge

Die Mehrheit der Mitglieder des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses spricht sich für die Beibehaltung des gelben Sackes aus. Auch die Bürger hatte die Gemeinde um ihre Meinung gebeten. Von 4981 Haushalten sprachen sich 1253 dafür aus, weiterhin den gelben Sack zu benutzen. 518 Altenberger waren für die Einführung der gelben Tonne. Rund 38 Prozent der Haushalte nahmen an der Umfrage teil.

Martin Schildwächter

Auch künftig soll es nur den gelben Sack in Altenberge geben. Sowohl die Mehrheit der Bürger als auch die Kommunalpolitiker sprechen sich gegen die Einführung einer gelben Tonne aus. Foto: Ulrich Gösmann

Der gelbe Sack bleibt: So zumindest das Votum des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses am Dienstagabend: Auch künftig sollen die sogenannten Leichtstoffverpackungen in den gelben Sack kommen. Die gelbe Tonne wird mehrheitlich abgelehnt. Lediglich die Grünen entschieden sich in der Abstimmung gegen die Beibehaltung des gelben Sackes und präferieren die Einführung der gelben Tonne.

Nicht nur die Mehrheit der Ausschuss-Mitglieder, auch die Altenberger sind mehrheitlich für den gelben Sack. Dazu hatte die Gemeinde in den Sommerferien 4981 Haushalte um ihre Meinung gebeten. Zurückgegeben wurden 1791 Befragungskarten (etwa 36 Prozent). Von diesen Haushalten haben 1253 für die Sammlung der Leichtstoffverpackungen mit dem gelben Sack votiert. „518 Stimmen waren für die Einführung der gelben Tonnen“, so Anke Meier, die Umweltbeauftragte der Gemeinde am Dienstagabend. Meier weiter: „Das ist ein eindeutiges Votum für den gelben Sack.“

Nach Ansicht der Verwaltung überwiegen die Vorteile des gelben Sackes (unbegrenztes Volumen, 14-tägige Abfuhr, wenig Platzverbrauch). Was sich allerdings ändern müsse, so Meier, sei die Stabilität der Säcke. Oftmals seien sie so dünn, dass mehrere Säcke ineinander gesteckt werden müssen.

Werner Schneider, Fraktionsvorsitzender der Grünen, sprach sich besonders aus einem Grund gegen die gelben Säcke aus: Aufgrund des unbegrenzten Volumens „macht sich keiner Gedanken darüber, Müll zu vermeiden“. Bei einer gelben Tonne (240 Liter) ist das Volumen begrenzt.

Sowohl für die Fraktionsvorsitzenden Ulrike Reifig (SPD) und Sigrid Schulze Lefert (CDU) als auch für Cordula Nemitz (UWG) überwiegen die Vorteile. Unter anderem sei der Anteil von Fehlwürfen beim gelben Sack geringer als bei der gelben Tonne. Zudem, so Nemitz, fehle es vielerorts an Platz für eine weitere Tonne.

Die Kommunen im Kreis Steinfurt, auch Altenberge, haben die Entsorgungs-Gesellschaft für den Kreis Steinfurt (EGST) bevollmächtigt, die Verhandlungen mit den Systembetreibern gebündelt durchzuführen. Für Altenberge ist ab 2021 ein neuer Auftrag für drei Jahre zu vergeben.

In den Gemeinden und Städten des Kreises Steinfurt gibt es kein einheitliches Bild: So wird in Emsdetten ab 2021 die gelbe Tonne eingeführt (14-tägige Leerung), in Greven soll ab 2024 ein Mischsystem (gelber Sack und gelbe Tonne) starten. Auch die Stadt Lengerich möchte diese Variante einführen. Die Verhandlungen darüber laufen gerade. In Wettringen soll die gelbe Tonne ab 2021 Einzug halten (Abfuhr im Vier-Wochen-Rhythmus).

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