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Pastoralreferent Norbert Westermann mit Gottesdienst und anschließendem Fest verabschiedet

Der Lewandowski des Hügeldorfs

Altenberge

Beliebter Pastoralreferent und Fan des FC Bayern München: Am vergangenen Wochenende wurde Norbert Westermann von der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist verabschiedet.

Von Matthias Lehmkuhl

Pastoralreferent Norbert Westermann erhielt zum Abschied ein Trikot und eine Fußmatte von seinem Lieblingsverein Bayern München. Außerdem brachte ihm der Musikzug der Feuerwehr Altenberge ein Ständchen. Foto: Matthias Lehmkuhl

Nach neun Jahren als Pastoralreferent in der Kirchengemeinde St. Johannes Baptist ist Norbert Westermann in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden. Zunächst zelebrierte der 62-Jährige mit dem Seelsorgeteam am Sonntag einen Gottesdienst, um anschließend auf dem Kirchplatz mit einem kleinen Fest angemessen gewürdigt zu werden.

Schalke

Zunächst brachte ihm der Musikzug der Feuerwehr Altenberge ein Ständchen. Angelika Wiedau-Gottwald und Heinz Augustin vom Pfarreirat wussten im Anschluss, dass Norbert Westermann ein großer Fußballfan ist. Allerdings nicht, wie es im Münsterland gang und gäbe ist, von Schalke 04 oder Borussia Dortmund, sondern tatsächlich vom Deutschen Abonnement-Meister FC Bayern München. Zunächst durfte sich der Ruheständler das Trikot des abtrünnigen Stürmers Robert Lewandowski überstreifen und kurze Zeit später auf eine Bayern-Fußmatte treten. Außerdem schenkte ihm der Pfarreirat eine gefüllte Spardose. „Vielleicht reicht es ja für eine Reise nach Dortmund, wenn die Bayern gegen die Borussia spielen“, meinte Heinz Augustin. „Nette Idee, klasse. Ich danke Euch“, freute sich Norbert Westermann über die Geschenke. Angelika Wiedau-Gottwald ist nicht nur Vorsitzende des Pfarreirats, sondern auch aktiv im Kirchenchor tätig. Zur Melodie „This is the reindeer Rudolph“ schrieb sie einen Text, den der Kirchenchor zum Besten gab. „Da steht der liebe Norbert, wir singen ihm ein Abschiedslied, er legt die Arbeit nieder, der Ruhestand bei ihm einzieht“, lautete der Refrain.

Heiliges Land

Er habe sich auf diesen Tag sehr gut vorbereitet. „Ich weiß ja seit zwei Jahren, dass ich heute in den Ruhestand gehe“, sagte Norbert Westermann. Er habe noch viele Pläne. „Wenn man so will, ein neuer Anfang. Ich will unbedingt ins Heilige Land reisen. Und natürlich darf ein Wochenende in München nicht fehlen.“ Außerdem werde seine Familie im Vordergrund stehen. „Ich bin zwar Single, aber meine beiden Brüder haben fünf Kinder. Ich bin neunfacher Großonkel. Da kommt so etwas wie die Bachelorarbeit in Theologie meiner Nichte auf mich zu“, hob Westermann hervor. Darüber hinaus sei ihm Pastor Dr. Rogers Biriija ein großer Freund geworden, mit dem er im kommenden Jahr das silberne Priesterjubiläum feiern möchte.

Kraft gekostet

„Ich habe der Kirchengemeinde gesagt, wenn ich Euch vermisse, komme ich einfach zu Euch, aber ich übernehme nichts mehr“, betonte Norbert Westermann und ergänzte, dass das Organisieren und Verantwortung übernehmen sehr viel Kraft gekostet habe. „Der Druck ist weg. Das tut mir gut. Ich wollte gern diesen Beruf. Meine Aufgabe habe ich mit Leidenschaft erfüllt. Die Leidenschaft ist geblieben. Ich bin sehr zufrieden und freue mich einfach auf die kommende Zeit.“

Anschließend reihten sich viele Vertreterinnen und Vertreter der kirchlichen Institutionen der St. Johannes Baptist Gemeinde ein, um ihren scheidenden Pastoralreferenten persönlich zu verabschieden und ihm ein Geschenk zum Andenken auszuhändigen.

Pfarrer Heinz Erdenbürger setzte die Bayern-lastige Veranstaltung fort. Der Seelsorger gab frische Laugenbrezel und heiße Weißwürste, die mit süßem Senf gewürzt wurden, aus. Dazu gab es den passenden Gerstensaft.

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