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Bürgermeisterwahl: Guido Roters stellt sich vor

Ein Altenberger Poahlbürger

Altenberge

„Ich bin Altenberger durch und durch.“ Das sagt Guido Roters, der am 13. September als parteiloser Bewerber für das Amt des Bürgermeisters kandidiert. Er möchte einen großen Anteil an der positiven Entwicklung des Orts nehmen und lässt keinen Zweifel daran, dass er sich in der Materie auskennt.

Martin Schildwächter

Noch steht er vor dem Rathaus, bald würde er gerne darin arbeiten: Guido Roters kandidiert für den Posten als Bürgermeister. Foto: mas

Seit vielen Jahren hatte Guido Roters damit geliebäugelt, einmal um den Posten für das Bürgermeisteramt zu kandieren. Doch so lange Jochen Paus im Amt war, war für ihn klar, nicht anzutreten. Doch als der Amtsinhaber im vergangenen Jahr seinen Rückzug ankündigte, ging Roters ins Rennen – und unterlag bei der CDU-Mitgliederversammlung gegen Sebastian Nebel. „Ich habe die Entscheidung respektiert“, sagt Roters. Aber ganz kampflos wollte er das Feld der Konkurrenz nicht überlassen, trat aus der CDU aus und tritt nun am 13. September als parteiloser Kandidat an. „Schließlich ist die Bürgermeisterwahl eine Personenwahl“, so Roters. „Alle wahlberechtigten Altenberger sollen entscheiden und nicht die CDU-Mitglieder.“

Der 45-jährige Roters bezeichnet sich selbst als „Poahlbürger von Altenberge“. Roters: „Ich bin Altenberger durch und durch.“ Er möchte als Bürgermeister einen großen Anteil an der positiven Entwicklung von Altenberge nehmen. Dass er sich in der Materie auskennt, daran lässt Roters, der auch Leiter der Freiwilligen Feuerwehr ist, keinen Zweifel: „In der vergangenen zehn Jahren war ich in zahlreichen öffentlichen Sitzungen als Gast.“ Ob Schule, Bauen, Ortskernentwicklung oder Rathauspläne – „ich bin in der jeweiligen Thematik zu Hause und weiß, wie Entscheidungen zustande gekommen sind“, betont der Kandidat.

Den ÖPNV voranbringen

Zum Beispiel Grundschul-Zusammenlegung: Wichtig sei nun, „die weitere Entwicklung im Sinne der Kinder fortzuführen“, so Roters und blickt dabei beispielsweise auf den offenen Ganztag. Hier müsse mehr Flexibilität gezeigt werden, sagt der Bürgermeisterkandidat. Einigen Familien reiche eine Betreuung an nur zwei oder drei Tagen am Nachmittag. Roters: „Wir müssen die OGS flexibler gestalten.“

Auch den ÖPNV möchte Roters voranbringen: „Wir benötigen einen höheren Takt zu den Stoßzeiten.“ Das sei entscheidend, damit weniger Menschen mit dem Auto nach Münster fahren. Auch die Situation für die Radler sei in Altenberge „noch zu optimieren“, meint Guido Roters. Die Verkehrsmittel Bahn, Bus und Fahrrad sollten künftig noch besser miteinander verknüpft werden.

Roters fordert mehr Austausch

Seit vielen Jahren ist Roters beruflich in puncto Wohnungsmarktpolitik unterwegs – derzeit als Fachdienstleiter des Grundstücks- und Geodatenmanagement der Stadt Greven. Wenn er auf die Diskussion um die Bebauung des Bahnhofhügels blickt, hätte „ich mir ein wenig mehr Diskussion gewünscht“. Zudem, so Roters weiter, hätte er sich beim Thema Bahnhofshügel mehr „Kompromissbereitschaft von allen Seiten gewünscht“. Nichts hält er von der SPD-Idee, am Bahnhofshügel nur sozialen Wohnungsbau auf einer begrenzten Fläche anzubieten. Roters: „Es besteht Bedarf für alle Wohnformen.“ Hier müssten Lösungen gefunden werden, um die Interessen großer Bevölkerungsgruppen zu treffen. „Wir müssen viel mehr Austausch haben.“

Diesen möchte er auch mit den Altenbergern pflegen. „Wenn ich Bürgermeister werden sollte, möchte ich regelmäßig eine Sprechstunde anbieten“, kündigt Roters an, der über 20 Jahre Verwaltungserfahrung verfügt.

Steckbrief

Guido Roters: 1974 in Greven geboren, verheiratet, vier Kinder.

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