„Impro 005“ begeistert das Publikum in der Kulturwerkstatt

Ein Auftritt mit viel Lokalkolorit

Altenberge

Bei ihnen verbindet sich schauspielerisches Können mit Gesangskunst: Die Rede ist vom Theaterensemble „Impro 005“, das beim Auftritt in der Kulturwerkstatt seine Spontaneität und Kreativität unter Beweis stellte – und dabei auch eine süffisante Liebeserklärung an den Ort präsentierte.

Axel Engels

Das Theaterensemble „Impro 005“ überzeugte mit seiner Spontaneität und Kreativität. Das Publikum in der Kulturwerkstatt (kl. Bild) war begeistert. Foto: Axel Engels

Von der ultimativen Altenberge-Hymne bis zur Liebesgeschichte – mit ihrer prickelnden Show ließ das Theaterensemble „Impro 005“ am Freitag die bestens gefüllte Kulturwerkstatt gleichsam in ihren Grundfesten erzittern. Bevor es mit der „Sommersause 2019“ losgeht, wollte das Team der Kulturwerkstatt den Liebhabern gehobener Unterhaltung noch einen richtigen Kracher der Improvisationskunst präsentieren. Da war das Sextett aus Münster einfach die beste Wahl.

Wer „Impro 005“ einmal live erlebt hat, der ist der Spontaneität und Kreativität verfallen und auch an diesem Abend legte sich das Ensemble so richtig ins Zeug. Irmhild Willenbrink, Carsten Höfer, Jan Sturmius Becker, Jürgen Werner und Marcel Kaiser sowie am E-Piano Marcus Fischer hatten mit ihrer ungekünstelten Art die Sympathien des Publikums im Sturm erobert.

Eine süffisante Liebeserklärung an den Ort

Sie setzten mit thematischer Unterstützung aus dem Saal zu ihrem permanenten Angriff auf die Lachmuskulatur des Publikums an. Mit viel Lokalkolorit würzten sie dabei ihre Beiträge, war „Altenberge ist so schön“ als Grund für die Stornierung einer Reise in die Ferne wie eine süffisant mit dem Wahnsinn eines Rosenkrieges bereicherte Liebeserklärung an den Ort.

Aber auch musikalisch „schrien“ bestimmte Geschichten nach einem Lied. Da war der Tastenvirtuose Marcus Fischer gefragt, der die Genre vom Flamenco bis zur gefühlvollen Ballade bestens in ein jeweils passendes musikalisches Gewand kleidete. Aus dem Publikum war schnell eine „Wellen-Expertin“ bestimmt, da konnte der Applaus wie eine La-Ola-Welle durch den Saal ziehen.

Schauspielerisches Können verbindet sich mit Gesangskunst

Wenn Omas Gartenlaube am Fluss vererbt wurde, stritten sich alle Ensemblemitglieder in verschiedenen Rollen um das ersehnte Erbstück. Die für solch skurrile Geschichten benötigten Stichworte lieferte das Publikum und hatte dabei die „unmöglichsten“ Ideen.

Das Ensemble von „Impro 005“ zählt nicht umsonst zu den besten seiner Gilde, war den Herausforderungen durchaus gewachsen. Schauspielerisches Können verband sich mit Gesangskunst, wenn in Altenberge eine Bürgermeisterin ins Rathaus einzog. Diese Szene wurde sogar ins ferne Italien verlagert, der Bürgermeister mutierte dann zum Mafia-Boss und die neue Amtsinhaberin zur heißblütigen mediterranen Schönheit.

„Gestern war der Pandabär noch in Altenberge“

Leider verging die Zeit einfach viel zu schnell an diesem Abend, aber irgendwann ist auch die schönste Show am Ende angelangt. Das Sextett von „Impro 005“ hatte sich jedoch noch eine Köstlichkeit als Zugabe aufgehoben. Auf Anregung intonierten sie mit „Gestern war der Pandabär noch in Altenberge“ eine wahre Heimathymne, die dann vom Publikum begeistert mitgesungen wurde und sicherlich so manchen Nachhauseweg musikalisch bereicherte.

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