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Konzept für die Wirtschaftswege vorgestellt

Ein Drittel hat es nötig

Altenberge

Der Zustand der Wirtschaftswege ist nicht gut: Ein Großteil des rund 200 Kilometer langen Wegenetzes im Außenbereich bedarf einer Sanierung.

Die Wirtschaftswege in Altenberge sind in einem sehr unterschiedlichen Zustand. Rund ein Drittel müsste dringend saniert werden. Foto: Axel Roll

Wirtschaftsweg ist nicht gleich Wirtschaftsweg. Es gibt private und öffentliche, asphaltierte, geschotterte und naturbelassene, vielbefahrene und überflüssige. Die Gemeinde hat jetzt auf 100 Seiten eine genaue Übersicht über das Wegenetz in den Bauerschaften und dessen Zustand – und damit ein Konzept in der Hand, das Grundlage für eine Sanierung der Wege nach Dringlichkeit ist. Und nicht nur das. Das „Ländliche Wegenetzkonzept“ ist Voraussetzung dafür, um sich die Arbeiten vom Land bezuschussen zu lassen.

200 Kilometer

Nötig haben es viele der über 200 Kilometer, die sich durch die Außenbezirke schlängeln. „Generell sind die Wege in einem schlechten Zustand“, weiß Daniel Kumpmann als Vorsitzender des örtlichen LOV aus seiner täglichen Arbeit als Landwirt. Einer der Hauptgründe: „Die Strecken sind für die schweren Maschinen, mit denen die Bauern unterwegs sind, gar nicht mehr ausgelegt“, so Kumpmann, der an der Erstellung des Konzepts mit beteiligt war. Folge: Der Asphalt bröckelt, die Fahrbahnränder werden rund gefahren.

Diese Einschätzung teilt auch Eduard Schwarz, unter dessen Leitung die Agentur Ge-Komm die Datensammlung erstellt wurde. „Für ein Drittel der Wege wäre eine Gesamtsanierung erforderlich“, sagte Schwarz bei der Vorstellung des Konzepts am Wochenanfang vor den zuständigen politischen Gremien. Von den über 200 Kilometern befinden sich 60 in der Hand der Gemeinde, knapp über 140 sind privat.

1,8 Millionen Euro

Würde die Gemeinde streng nach dem Konzept vorgehen, das in kurz-, mittel- und langfristige Sanierungsmaßnahmen unterscheidet, wäre das ein teurer Spaß. Nur für die kurzfristig notwendigen Reparaturen müsste sie 1,8 Millionen Euro locker machen. Zum Vergleich: Bislang stehen jährlich 75 000 Euro für den Wirtschaftswegeunterhalt im Haushalt. Gefördert werden solche Straßenreparaturen oder -ausbauten bis maximal 70 Prozent.

Förderung

Natürlich kann die Gemeinde nur dort tätig werden, wo sie auch Eigentümer der Scholle ist. Ob Privatpersonen in den Genuss der öffentlichen Gelder kommen können, das konnte Bürgermeister Karl Reinke spontan nicht beantworten. Das müsse mit der Bezirksregierung geklärt werden. Aus der Politik gab es erste Signale, welchen Stellenwert die Wirtschaftswege künftig haben sollen. Die CDU-Fraktion ließ verlauten, dass nach der Ortskernsanierung in den nächsten fünf Jahren unbedingt im Außenbereich „was gemacht“ werden müsse.

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