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Familienbündnis zieht an die Boakenstiege

Ein Glücksfall

Altenberge

Das Familienbündnis zieht um – von der Kirchstraße an die Boakenstiege 20. Das Haus, das die Gemeinde 2014 kaufte und in dem zunächst Geflüchtete untergebracht wurden, wird bald vom Familienbündnis genutzt, um die zahlreichen Angebote durchführen zu können.

Martin Schildwächter

Nahmen an der Schlüsselübergabe teil (v.l.): Christina Matthoff (Familienbündnis), Ingrid Menden (Ordnungsamtsleiterin), Ulrike Reifig (Vorsitzende des Familienbündnisses), Karl Reinke (Bürgermeister), Melanie Partzsch und Franziska Mahlmann (beide Familienbündnis). Foto: mas

Es war nur eine Übergangslösung, das Büro an der Kirchstraße 20: Denn schon in wenigen Wochen plant das Familienbündnis einen Umzug an die Boakenstiege 20. Also nur wenige Meter vom jetzigen Standort entfernt, kann sich das Team um die Vorsitzende Ulrike Reifig auf ein neues und langfristiges Zuhause freuen: Symbolisch übergab Bürgermeister Karl Reinke den Hausschlüssel an Ulrike Reifig.

153 Quadratmeter

Es erweist sich im Nachhinein als Glücksfall, dass die Gemeinde im Jahr 2014 das Gebäude erwarb, um dort im Zuge der Flüchtlingskrise vorübergehend Personen unterzubringen. Von Anfang an war klar, dass auf Dauer die Geflüchteten in anderen Gebäuden umziehen sollten.

Mittlerweile steht das rund 153 Quadratmeter große Gebäude leer und wird auf Vordermann gebracht. Schon in Kürze sollen die ersten beiden Räume so hergerichtet sein, dass erste Beratungsangebote an der Boakenstiege stattfinden können.

Büro

Zunächst wird ein Büro und ein weiteres Zimmer eingerichtet. Dann können die ersten Angebote starten. Anschließend werden die weiteren Räume umgestaltet, kündigt Ulrike Reifig an. Dazu gehören unter anderem die große Wohnküche. Dort sollen künftig beispielsweise die „Café-Angebote“ Platz finden. Von dort gibt es auch die Möglichkeit, auf die Terrasse zu gehen.

Bürgermeister Karl Reinke

Vom Flur aus geht es zudem einige Stufen hoch zu einer Upkammer. Auch dieser Raum steht dem Familienbündnis zur Verfügung. „Vielleicht können wir auch etwas für Jugendliche anbieten“, kann sich Ulrike Reifig eine noch engere Zusammenarbeit mit dem gegenüberliegenden Jugendheim vorstellen. An Ideen mangelt es dem Familienbündnis bekanntlich nicht. Mittlerweile gibt es Beratungsangebote von zahlreichen Trägern, die regelmäßig vor Ort mit Rat und Tag zur Seite stehen.

Für Bürgermeister Karl Reinke ist das Familienbündnis „eine unverzichtbare Institution für Altenberge“. Alle Seiten profitierten von den umfangreichen Angeboten, sagte Reinke weiter. Das Gebäude, Baujahr 1908, wird dem Familienbündnis kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Bausubstanz des Hauses, so der Bürgermeister weiter, „ist besser als gedacht“. In den nächsten Wochen erhält das Haus zudem einen neuen Anstrich, kündigte Reinke an. Und für Ulrike Reifig steht bereits jetzt fest: „Hier werden sich alle wohl fühlen.“

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