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„Jazzpoeten“ treten in der Kulturwerkstatt auf

Ein hinreißender Abend

Altenberge

Ein besonders Konzert erlebten die Besucherinnen und Besucher in der Kulturwerkstatt: Dafür sorgten die „Jazzpoeten“ aus Münster.

Die „Jazzpoeten“ gastierten in der Kulturwerkstatt (v.l.): Volker Rasch, Mano Kösters und Jan Kobrzinowski. Foto: Kulturwerkstatt

Es war manche Überraschung dabei, die das münsterische Musiktrio „Jazzpoeten“ bei seinem Konzert in der Kulturwerkstatt aus dem musikalischen Hut zauberte: sanfte melancholische Songs und Balladen, jazzige Instrumentalpassagen und im Zentrum die freche und charmante Stimme von Sängerin Mano Kösters. Die Songs, so verrät die Sängerin augenzwinkernd, handeln von ihren Erfahrungen. Der Pianist Volker Rasch habe dann dazu die Musik komponiert. „So geht das mit der Kreativität der Jazzpoeten“, heißt es in einer Pressemitteilung der Veranstalter. Es swingt und groovt. Der Bass von Jan Kobrzinowski sorgte dafür, dass der Sound im Bauch ankam.

Frauen und Männer

Humorvoll und witzig nehmen die „Jazzpoeten“ das erfolgreiche Scheitern der Partnersuche im Internet aufs Korn. Als Frau sagt und singt Sängerin Mano davon, was Männer nicht einmal zu denken wagen sollen. Der Tenor der Songs: „Wer wagt gewinnt“ – nicht immer, aber manchmal schon – ein bisschen. Was macht Frau mit dem Dilemma, wenn sie dem kräftigen Mannsbild erliegt, sich aber fortan mit dessen kleinem Oberstübchen konfrontiert sieht? Man arrangiert sich: „Bei uns bin ich der intellektuelle Part.“ Galant wurden die starken Frauen entzaubert – die starken Männer sowieso. Ganz anders der „autobiografische“ Song über Großtante Frieda von Volker Rasch, die verstarb und an deren Lebensende ein Geheimnis offenbar wird.

Oberstübchen

Das Publikum ließ sich gerne in die musikalische Welt der „Jazzpoeten“ hin­einlocken. Dazu trugen auch die leichtfüßigen Dialoge und Erzählungen zwischen den Songs bei. Die Künstler genossen offensichtlich die Nähe zum Publikum in der Kulturwerkstatt. Beschwingt ging man danach mit der Erkenntnis und einem Ohrwurm nach Hause: „Du musst viele Frösche küssen müssen, bis du deinen Prinz finz.“

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