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Musiker Sebastian Voß über zwei spannende Kooperationen

Einmal im Leben nach Altenberge

Altenberge

Der eine, Sebastian Voß lebt in Altenberge, der andere, Wolfgang Buchholz in Rinkerode. Die Musik verbindet die beiden – und zwar unter dem Namen „Cinema Engines“.

Von Rainer Nix

Sebastian Voß (l.) aus Rinkerode und Wolfgang Buchholz aus Altenberge bilden das Duo „Cinema Engines“ Foto: Cinema Engines

Wer sich in der münsteraner Musikszene auskennt, dürfte sie schon mal gehört haben. Hinter dem Pop-Duo „Cinema Engines“ verbergen sich Sebastian Voß aus Altenberge und Wolfgang Buchholz aus Rinkerode. „Ich bin schon lange mit verschiedenen Indie- Rockbands unterwegs“, sagt Voß, darunter „Lancaster“ und „Stars Play Music“. Er veröffentlichte in den vergangenen Jahren auch Platten unter dem Namen „The Fisherman And His Soul“. Buchholz ist Mitglied bei „The No Color Twins“ und „Twins On Fire“. Voß erzählt, wie es dazu kam, dass er mit Buchholz als Duo den Song „Hello Springtime, Hello Sunshine“ auf CD im Single-Format produzierte.

Norwegen

„Wir haben uns vor einigen Jahren kennengelernt”, erzählt Voß. „Wolfgang ist mir aufgefallen, weil er damals für die Online-Plattform „CulturMag“ schrieb und wohlwollende Konzertrezensionen der Bands verfasste, in denen ich spielte.“ Sebastian Voß (47) spielt „so alles ein bisschen“, wie er es ausdrückt, womit er sein Licht aber unter den Scheffel stellt. Er versteht sich auf Gitarre, Bass, Tasteninstrumente, Schlagzeug und singt. So lud er Buchholz zu einem Lancaster-Gig ein und bei einem Bier am Tresen fanden beide heraus, dass ihr Musikgeschmack recht ähnlich ausfällt.

Band

Beide machen schon „seit „Ewigkeiten“ Musik, haben „nebenbei“ einen Brotberuf und ihre Lebenssituationen ähneln sich. „Wir haben Kinder im gleichen Alter, Wolfgang hat mit seiner Familie in Rinkerode ein Haus gekauft und ich habe das Gleiche in Altenberge gemacht.“ Buchholz interessierte sich für Material, das Voß während der Pandemie im Home-Recording-Studio aufnahm. und schrieb darüber er im CulturMag. Von da an war es nur eine Frage der Zeit, bis die Zwei als Duo zusammen aufnahmen. Es gab schon mehrere Songs im Archiv, die darauf warteten, ein wenig „aufgepeppt“ zu werden. „Damals habe ich noch mit dem I-Pad und „Garage Band“, einer Anwendungssoftware für Musikproduktionen, aufgenommen“, beschreibt Voß. „Wir haben die Songs bearbeitet und neue Tonspuren eingebracht. Das Ergebnis ist unter anderem „Hello Springtime, Hello Sunshine“, britisch geprägter Gitarren-Pop mit Elementen der 60er und 80er-Jahre.

Ein „ganz frisches Projekt“ läuft unter dem Bandnamen „Herr Wade“. Hier kooperiert Voß mit dem Multiinstrumentalisten Jørn Åleskjær, in Norwegen ein sehr bekannter Name. „Ich fühlte mich unfassbar geehrt als er mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, mit ihm zusammen einen Song zu schreiben“, so Voß. „Åleskjær hat ein unglaubliches Archiv an Skizzen“, sagt der Altenberger. Das sind Songs, die er in seinem Heimstudio aufgenommen hat und die noch fragmentarisch sind. „Jetzt sind wir ein norwegisch-deutsches Duo mit deutschen Texten.“ Innerhalb von sechs Wochen haben die beiden Musiker eine EP mit sechs Musikstücken aufgezeichnet. Voß: „Für mich ist es das erste Mal, dass ich deutschsprachige Texte schreibe und es macht total viel Spaß.“

Oslo

Gerade in Arbeitslaune, machte das Duo gleich weiter. „Er schickte mir einen akustisch eingespielten Song rüber, in dem er auf Norwegisch über Altenberge singt“, erläutert Voß.“ Aus dem Internet pickte Åleskjær sich Infos über unsere Sehenswürdigkeiten wie Eiskeller und Krüsellinde heraus. Eine tolle Werbung, denn er singt, dass jeder wenigstens einmal im Leben Altenberge besucht haben sollte. „Ich fand das witzig und revanchierte mich“. Der Norweger wohnt in Askim, einer Kleinstadt bei Oslo. „Darüber schrieb ich einen Song in Geschichtenform. Wahrscheinlich kommt im August die Single mit unseren beiden Stücken „Altenberge“ und „Askim“ heraus. „Ich fand es spannend, dass wir ein Loblied auf den Wohnort des jeweils anderen Musikerkollegen schrieben, ohne jemals dort gewesen zu sein. Möglicherweise der Start einer kulturellen Zusammenarbeit?

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